LUXEMBURG
NIC. DICKEN

KPMG Luxembourg will mit schnellen Entwicklungsschüben Schritt halten

Wie verschiedene Konkurrenzunternehmen der Prüfungs- und Beratungsbranche, darf auch KPMG Luxembourg auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken, in dessen Verlauf der Umsatz in den drei wesentlichen Aktivitätsbereichen weiter gesteigert werden konnte. Auf der anderen Seite sollte dies aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der neue wirtschaftliche Wachstumstrend weiterhin fraglich und brüchig bleibt, so Managing Partner Georges Bock gestern Nachmittag bei der offiziellen Vorstellung des Geschäftsberichtes für die vergangenen 12 Monate, der auch betonte, die Erwartungen der Arbeitgeber würden hinsichtlich der Beschäftigungszahlen eher zögerlich bis negativ bleiben.

Wachstum und Umsatzsteigerung

Seinen Gesamtumsatz konnte KPMG Luxembourg im vergangenen Jahr um 4% auf 137,520 Millionen Euro steigern. Zu dieser positiven Entwicklung haben sowohl die Betriebsprüfung (51% des Umsatzes) mit 4%, als auch die Steuerberatung (28%) mit 3% und das Consulting (21%) mit 6% beigetragen, wie Partner Emmanuel Dollé betonte. Für die absehbare Zukunft bleibt das Beratungsunternehmen, das im kommenden Oktober seinen Gesellschaftssitz von Strassen auf den Kirchberg verlagern wird, weiter optimistisch, weil das Potenzial des Platzes nach wie vor beachtlich ist und andererseits die Kundenberatung für Finanzprodukte zunehmend auch auf den Versicherungsbereich ausgeweitet werden soll.

Den neuen Herausforderungen ist KPMG Luxembourg bereits im Vorfeld entgegengetreten mit der Verpflichtung von 293 neuen Mitarbeitern im Laufe des vergangenen Jahres, während bei internen Verschiebungen 291 Mitarbeiter befördert, sowie acht neue Direktoren und sechs neue Partner ernannt wurden.

KPMG wäre jedoch ein schlechtes Beratungsunternehmen, wenn es sich nicht mehr mit seinen Kunden als mit sich selbst beschäftigen würde. So betonte denn auch Georges Bock gleich einleitend, man habe in den vergangenen Jahren quer durch die Gruppe die globalen Megatrends unter die Lupe genommen und sich dabei auf die für Luxemburg besonders wichtigen Bereiche fokussiert.

Neue Herausforderungen meistern

Dazu gehört zunächst die wirtschaftliche Vernetzung, wo aufgrund einer neuen Reglementierung auch die Bedingungen für die Unternehmen verändert werden, was besonders kleinere Firmen vor große Herausforderungen stellt, wo ihnen KPMG mit fachlicher Hilfe beistehen kann, wie der für den Beratungsbereich zuständige Alain Piquet unterstrich. Darüber hinaus sieht sich KPMG als „regulatory scout“ und will den Kunden ein standardisiertes Angebot an gezielten Dienstleistungen zur Verfügung stellen, um sich mit den neuen Anforderungen besser auseinandersetzen zu können.

Entwicklungen vorgreifen

KPMG sieht sich auch als Vorreiter bei der Umsetzung neuer Technologien, wo man nationalen und internationalen Kunden Lösungsvorschläge anbietet, um auf eine kostengünstige Art und Weise technischen Neuerungen wie etwa dem „mobile banking“ besser und sicherer entgegen treten zu können.

Vorab hat man sich auch vorbereitet auf Kunden, die in den wachstumsträchtigen Regionen Asiens und Südamerikas Fuß fassen wollen. Gleichzeitig kommt man auch Unternehmen von dort entgegen, die sich für den europäischen Markt, ob als Investitionsraum oder als Absatzgebiet, interessieren und dabei vor allem auch von den Vorteilen profitieren könnten, die Luxemburg als internationaler Wirtschaftsstandort zu bieten hat, dem man sich weiter verpflichtet fühlt und für den man weiter in Einrichtungen und Personal investieren will.