CLAUDE KARGER

„Der Staatsminister ist nicht in erster Linie Geheimdienstminister“, beteuert der neue CSV-Fraktionschef im „Wort“ und bedauert, dass der Premier nun schon monatelang durch die von „einer Handvoll-Mitarbeiter“ verursachte SREL-Affäre nur mehr suboptimal regieren kann. Na, die Mitarbeiter waren ja nicht irgendwer, und der oberste Chef hätte laut aktuellsten Erkenntnissen Einiges in der Hand gehabt, um die Handbremse zu ziehen. Sehr wenig in der Hand hatte der Ex-Eurogruppenchef anscheinend, um die ungezügelte Geldgier, die zur Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise führte, zu bremsen. Das sagte er unlängst beim „wirtschaftsphilosophischen Pläuschchen“ („Wort“) mit Richard David Precht. „Nach acht Jahren Eurogruppenchef sprechen Sie wie ein Gewerkschaftsführer“, staunte der. Er scheint nicht gewusst zu haben, dass sein Gast sich wiederholt als „letzten Kommunisten“ bezeichnete. Philosophieren lässt es sich übrigens vortrefflich am Fuße des Wilden Kaisers im österreichischen Tirol, genauer beim „Stanglwirt“, wo JCJ sich von der unbarmherzigen Politwelt erholt. Wenigstens an diesem beschaulichen Fleckchen klappt es noch - so lala - mit dem Regieren - pardon: Dirigieren. Der Beweis auf Stanglwirt TV: tinyurl.com/cp6g62s