CLAUDE KARGER

Das „Wort“ widmete am Samstag dem luxemburgstämmigen „Science Fiction“-Pionier Hugo Gernsback ein flottes Dossier - „Wie ein „Stater Bouf“ dem Morgen einen Platz im Heute verschaffte“. „Mag er in Luxemburg auch einer der bekanntesten Unbekannten sein, ist sein internationaler Ruhm groß“, heißt es über den, der als junger Mann auszog, in den USA reich zu werden, wo er als „Amazing Stories“-Verleger die Massen mit kühnen Zukunftsträumen begeistern sollte, von denen sich einige tatsächlich verwirklichten. Über die Zukunftsmusik Asteroidenschürfen, die nun in aller Ohren dröhnt, hätte Hugo sicher geschmunzelt, zeichnete der Mann doch schon in den 1960ern „Mining the Moon“-Szenarien auf. Womöglich wenig gewundert hätte ihn indes folgende Schlagzeile auf dem Online-Technikportal alphr.com: „Teslas with Tasers: Luxembourg Cops are going electric“. Aber dass zwei 100.000 Euro teure Elektroboliden ab Herbst zur Verbrecherjagd surren, sorgt nicht nur für Begeisterung. „On est bien loin de la décision du bon père de famille, mais très proche d’un caprice d’adolescent gâté qui a demandé un appareil photo professionnel à 5.000 euros pour faire des selfies en vacances“, kommentiert etwa streng der „Quotidien“. Wetten, dass jeder sich doch um ein Selfie mit dem E-„Flicen“-Flitzer balgen wird?