DÜSSELDORFPATRICK VERSALL

„4 Real & True 2. Wim Wenders: Landschaften. Fotographien“ im Museum Kunstpalast Düsseldorf

Regisseur Wim Wenders bezeichnet sich selbst als großen Reisenden: Der Düsseldorfer zeigt bis Mitte August im Museum Kunstpalast seiner Heimatstadt Fotos im Großformat, die er auf seinen Reisen gemacht hat. Ähnlich wie er in seinem filmischen Mammutwerk „Bis ans Ende der Welt“ die Protagonisten des Films um den gesamten Globus schickt, führt der Fotograf und Regisseur den Betrachter in der Ausstellung „4 Real & True 2. Wim Wenders: Landschaften. Fotographien“ mit seinen Bildern durch mehrere Jahrzehnte Fotografie.

Wenders ist in all den Jahren der analogen Kameratechnik treu geblieben, seine technische Spielwiese ist und bleibt der Film.

Wenige Buchstaben

Einen Großteil der Bilder hat Wenders mit knappen Anmerkungen kommentiert, die neben den Fotos auf die Wände geschrieben wurden, kleine Notizen, die, aus wenigen Buchstaben zusammengesetzt, dem Betrachter als Ausgangspunkt für Reflektionen über die Arbeiten dienen.

Den Besucher erwartet eine Ästhetik, wie man sie in vielen Wenders-Filmen finden kann: Von der Welt vergessene Momente stellt Wenders in den Mittelpunkt seiner Werke, still stehende, menschenlose Landschaften, die auf seinen Bildern ihrer langsamen Auflösung trotzen oder sich gegen die Übernahme durch den Menschen erheben.


„4 Real & True 2. Wim Wenders: Landschaften. Fotographien.“ Museum Kunstpalast, Kulturzentrum Ehrenhof, Ehrenhof 4-5, D-40479 Düsseldorf - www.smkp.de. Bei Schirmer/Mosel ist ein Ausstellungskatalog mit Texten von Beat Wismer, Hubertus von Amelunxen, Laura Schmidt und Wim Wenders erschienen