Alt und Jung unter einem Dach - der Satz klingt nach einem ebenso ausgelutschten wie unrealistischen Slogan. Wer macht das denn schon? In diesem Fall die Caritas Luxemburg, die in Luxemburg-Beggen ein integratives Wohnprojekt errichtet. Das Konzept lässt ein Gelingen des Experimentes erwarten.
Gestern legten Wohnungsbauministerin Maggy Nagel, die Präsidentin der Caritas Luxemburg, Marie-Josée Jacobs, und Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer den Grundstein für ein „Intergenerationenhaus“ in Beggen. In Luxemburg ist zwar Altersarmut eigentlich kein Thema, aber eingeschränkte Fähigkeiten im Alter und damit verbundene Einsamkeit fordern ihren Tribut. Andererseits suchen viele Studenten der aufstrebenden Universität nach bezahlbarem Wohnraum. Beide Probleme will die Caritas in einem Aufwasch lösen.
Zehn Appartements und zwölf Studentenbuden
Für die Residenz mit einer Bruttofläche von 2.000 Quadratmetern hat die Stadt Luxemburg den Baugrund auf dem Wege der Erbpacht zur Verfügung gestellt. In dem Haus entstehen zehn kleine Appartements von rund 45 Quadratmetern für Senioren und ein Dutzend Studentenzimmer von jeweils 15 Quadratmetern. Die Studenten teilen sich eine Küche und einen Wohnraum, darüber hinaus gibt es weitere Räume zum Austausch zwischen allen Bewohnern. Ergänzt wird das ganze Ensemble noch durch eine Hausmeisterwohnung. Im Gegenzug für eine nur moderate Miete, verpflichten sich die Studenten, sich aktiv um ihre älteren Mitbewohner zu kümmern.
Der Kostenvoranschlag liegt bei 3,3 Millionen Euro, von denen das Wohnungsbauministerium 75 Prozent übernimmt.



