LUXEMBURG
LJ

Ausbau der Autobahn A3 wird in Kürze endlich in Angriff genommen

Anfang des kommenden Jahres sollen die Arbeiten zum Ausbau der Autobahn A3 auf zweimal drei Spuren anlaufen, dies zunächst auf dem Abschnitt zwischen Gaspericher Kreuz und Aire de Berchem.

Wie der Minister für Mobilität und öffentliche Arbeiten, François Bausch (déi gréng) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des adr-Abgeordneten Jeff Engelen ausführt, werde das Ausschreibungsdossier derzeit fertiggestellt.

Zu Vollsperrungen der Autobahn soll es „im Prinzip“ nicht kommen. Geplant ist, dass immer mindestens zwei verengte Fahrstreifen (in beide Richtungen) offen bleiben sollen. Ausnahmen sind allerdings an Wochenenden möglich.

90.000 Fahrzeuge täglich im Sommer

Das Parlament hatte das Gesetz am 15. Dezember 2017 mit 58 Ja-Stimmen verabschiedet.

Der Kapazitätsausbau der A3 soll helfen, den Ausweichverkehr über die angrenzenden Ortschaften zu verringern. Er soll aber auch die Sicherheitslage auf der Autobahn insgesamt verbessern, da es insbesondere auf Höhe der „Aire de Berchem“ häufig zu Unfällen kommt.

Seit Ende der 1970er beziehungsweise Anfang der 1980er Jahre hat sich der Verkehr mehr als verzehnfacht.

In der Sommersaison sind mehr als 90.000 Fahrzeuge täglich auf dieser Strecke unterwegs, die nicht nur die Hauptstadt mit dem Süden des Landes verbindet, sondern auch auf der großen Autobahnachse zwischen Rotterdam und Genua sowie Palermo liegt. Beim Neubau des Verteilers Düdelingen ist übrigens auch der Bau eines Park&Ride-Parkplatzes angedacht, wo möglicherweise auch - zur Entlastung der „Aire de Berchem“, der größten Tankstelle der Welt - Lkw parken können sollen.

Das Fahrradnetz zwischen Bettemburg und Peppingen soll ebenfalls vervollständigt werden. 356 Millionen Euro soll der Ausbau alles in allem kosten, der also zwei Jahre später anläuft als ursprünglich angedacht. Die Arbeiten dürften mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen.