STRASSBURG
DPA

Schiesserei: Drei Menschen werden getötet, elf zum Teil schwer verletzt – Ermittlungen wegen Terrorismus

Bei einem Angriff in der Gegend des Straßburger Weihnachtsmarkts am Dienstagabend wird wegen Terrorismus ermittelt. Drei Menschen seien getötet worden als der Täter gegen 20.00 das Feuer eröffnete, mindestens elf Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer. Der Angreifer befand sich auch am Mittwochmorgen weiter auf der Flucht.

Das Europaparlament in der elsässischen Stadt wurde abgeriegelt. Niemand dürfe das Gebäude verlassen, Mitarbeiter seien per Handy-Kurznachricht oder Mail gewarnt worden, teilte eine Parlamentssprecherin der dpa mit.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schickte Innenminister Christophe Castaner nach Straßburg. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Élysée-Palast.
 Der Straßburger Markt sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert.

Aus aller Welt kamen Botschaften des Mitgefühls für die Opfer und ihre Angehörigen. "Toutes nos pensées ce soir sont avec les victimes de la fusillade de Strasbourg et avec leurs proches. Je suis choqué, je condamne cet acte et je confirme notre solidarité et notre amitié avec la France et avec Strasbourg, ville qui est symbole des valeurs européennes", twitterte der luxemburgische Premier Xavier Bettel.

Nach der tödlichen Schießerei in Straßburg hat Premierminister Xavier Bettel die Abgeordneten am Mittwochnachmittag darüber informiert, dass die Sicherheitsbehörden nicht davon ausgehen, dass in Luxemburg eine unmittelbare Bedrohung besteht. Am Mittwochmorgen hat der „Groupe de coordination en matière de lutte contre le terrorisme“ (CGT) getagt und sich mit dem Attentat befasst. Demnach hält die Regierung an der Vigilnat-Stufe 2 fest (mittel). Die Regierung hat sich allerdings für eine stärkere Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Dies wurde seitens der Koordinationsgruppe auch angekündigt. Es bestehe zudem ein „permanenter Kontakt“ zu den französischen Behörden, betonte Bettel, der damit auf eine Dringlichkeitsanfrage der CSV reagierte.

"Mes pensées sont avec les victimes de la fusillade de Strasbourg que je condamne avec grande fermeté. Strasbourg est par excellence une ville symbole de la paix & de la démocratie européennes. Des valeurs que nous défendrons toujours. La Commission se tient aux côtés de la France", schrieb EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf dem gleichen Kurznachrichtendienst.

In Luxemburg gab es bereits am frühen Mittwochmorgen politische Reaktionen: Die CSV stellte eine parlamentarische Dringlichkeitsfrage über die Sicherheit der Weihnachtsmärkte in Luxemburg.