LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Sterbehilfegesetzes kam der „Quotidien“ am Samstag noch einmal auf die Entstehungsgeschichte dieses Gesetzes zurück, das beinahe zu einer Verfassungskrise geführt hätte. Eine stand als Befürworterin ziemlich alleine da in ihrer Fraktion: die CSV-Abgeordnete Nancy Kemp-Arendt, während – wir erinnern uns – einige ihrer Kolleginnen, mit dicken Kreuzanhängern bewehrt, auf der Rednertribüne des Parlaments von Massenexekutionen fabulierten. „Nancy Kemp-Arendt n’oubliera pas le regard de ses pairs dont certains auraient voulu qu’elle fut renvoyée devant le conseil de discipline du parti“, schreibt der „Quotidien“. Mutig. Über „ein Volk von Angsthasen“ schreibt indes die „T“-Politredaktion in Zusammenhang mit einer Studie über Betriebsgründer, die besage, dass „diese Zahl jener, die Angst vor dem Scheitern haben ist weitaus höher als in anderen europäischen Ländern“. Manche sollen ja schon nach ein paar Metern im Dschungel der Verwaltungsprozeduren aufgeben, der schon mal ordentlich Mut, Elan, Kreativität und Zeit = Geld auffrisst. Aber das kann ja nur besser werden. Denn die digitale Verwaltung rollt, wie letzte Woche zu erfahren war. Fehlt nur noch, dass Beamte und Betriebslenker die gleiche Sprache sprechen.