LUXEMBURG
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Zehn Jahre Jugendparlament - und kein bisschen ruhiger

Herzlichen Glückwunsch zum zehnten Geburtstag! Das Jugendparlament feierte gestern zehnjähriges Bestehen und hatte dabei Politik und Prominenz geladen. Und die kam - reichlich. Gemeinsam mit dem Jugendparlament feierten so auch Vertreter des Jugendkongresses, Bildungsminister Claude Meisch, die Staatssekretärin für Wirtschaft Francine Closener, Vizepremier Étienne Schneider, Nachhaltigkeitsminister François Bausch und Déi Gréng-Parteipräsident Christian Kmiotek knappe zehn Jahre Engagement der Jugend in der Politik.

Wir erinnern uns: Mit dem Jugendgesetz von 2008 wurde auch das Jugendparlament als Plattform für Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren geschaffen, die sich damit über Themen, die sie betreffen und von denen sie meinen, dass es einen breiteren Austausch in der Gesellschaft geben sollte, unterhalten können. Deshalb tauscht sich das Jugendparlament regelmäßig mit der Abgeordnetenkammer aus und ist im regen Kontakt mit der „Chamber“ . Erst im März fand wieder ein solcher Austausch statt, bei der eine Reihe von Resolutionen debattiert wurden - unter anderem zu aktuellen Themen wie dem Umgang mit der Künstlichen Intelligenz oder der Gleichberechtigung.

„Wir schätzen die exzellente Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament“, meinte Kammerpräsident Mars Di Bartolomeo gestern. „Zum Erhalt unserer so wertvollen Demokratie - das kann sogar noch besser werden, denn wir haben mit dem Zentrum für politische Bildung einen neuen, starken gemeinsamen Verbündeten.“ Deshalb mahnte er abschließend: „Engagiert euch, bleibt am Ball.“

Das betonte auch Bildungsminister Meisch. „Wir brauchen junge Menschen, die sich engagieren, die debattieren, streiten und Vorschläge machen“, meinte er gestern. „Die Welt wird immer komplexer und die einfachen Lösungen sind einfach nicht mehr ausreichend.“ Deshalb sei es wichtig, eine Institution wie das Jugendparlament zu haben. „Hier lernen wir, einander zuzuhören. Das ist, was wir in Ländern - rund um die Welt - brauchen“, sagte er. Deshalb stimme es ihn optimistisch, das Engagement des Jugendparlaments zu sehen. „Ich kann es nicht mehr hören“, meinte er. „,Die Jugend von heute` engagiere sich nicht - die alten Sprüche sind schon hunderte Jahre alt. Glaubt nicht daran; euer Engagement ist das beste Beispiel!“