Rund 100 römische Sehenswürdigkeiten, wie etwa die ehemalige Kaiserresidenz Trier, können auf den „Straßen der Römer“ besichtigt werden. Seit kurzem gehört auch die Römische Villa in Echternach zu dem grenzübergreifenden touristischen Netzwerk. Am Samstag fand die offizielle „Aufnahmefeier“ statt.
Der grenzübergreifende „Archäologiepark“ ermöglicht vielfältige Einblicke in das Leben zur Römerzeit. Natürlich wollte Echternach mit seiner um das Jahr 70 nach Christus entstandenen Römischen Villa, die in den Jahren 1975 und 1976 ausgegraben wurde, „mitmachen“. Remerschen (Grabdenkmal eines römischen Winzers), Flaxweiler (Grabhügel), Bech-Kleinmacher (Kelterstein und Grabmal), Wasserbillig (Gräber) und Luxemburg-Stadt (Geschichtsmuseum) sind indes weitere Stationen auf den „Straßen der Römer“, die durch Luxemburg führen.
„Ende 2012 bereits haben wir die Möglichkeiten hinsichtlich einer engeren touristischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Echternach, Trier und Arlon ausgelotet“, erinnert sich Raymond Becker, Präsident des Tourist Office Echternach, im Gespräch mit dem „Journal“.
Gemeinsame Vergangenheit
„Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit und diese wollen wir nutzen. Diese gemeinsame Vergangenheit sind die Römer“, bemerkt Becker. Neben allgemeinen touristischen Initiativen sei der Beitritt in das Netzwerk „Straßen der Römer“ aber immer die Hauptidee hinter der Partnerschaft gewesen. „Trier ist natürlich eine etwas andere Schuhgröße als Echternach, was den Tourismus anbelangt“, sagt er und lacht. Mit der Römervilla in Echternach braucht man sich aber bestimmt nicht zu verstecken. Man habe sich also mit der Mosellandtouristik GmbH, die das kulturtouristische Projekt „Straßen der Römer“ koordiniert, zusammengesetzt und sei schließlich vor einem halben Jahr in das Netzwerk aufgenommen worden, erzählt Becker.
Bis Belgien erweitert
„Arlon kam gleichzeitig hinzu, womit das transnationale Großprojekt also bis Belgien erweitert wurde, was dem Ganzen einen noch größeren europäischen Charakter verleiht“, erklärt der Präsident des Tourist Office. Mit seiner gallorömischen Abteilung zählt das Archäologische Museum von Arlon zu den renommiertesten Museen Belgiens. Eindrucksvolle Grabmonumente mit figürlichen Darstellungen aus dem römischen Leben wie auch aus der Mythologie können bestaunt werden. Auf einem archäologischen Rundweg durch die Innenstadt von Arlon sind zudem ein Jupiterdenkmal und zwei Türme als Reste der Kastellmauern zu sehen.
Ausführlichere Informationen zu den Straßen der Römer und ihre Stationen sind unter www.strassen-der-roemer.eu zu finden




