LUXEMBURG
SVEN WOHL

Jugendinfo.lu bietet eine wahre Flut an Informationen

Egal ob man noch Teenager ist oder bereits ein junger Erwachsener, eine Feststellung bleibt stets die gleiche: Das Leben ist kompliziert. Den Durchblick zu behalten ist da gar nicht so einfach und längst nicht alles wird so erklärt, dass man es auch versteht. Die Ende März online gegangene Seite jugendinfo.lu soll hier weiterhelfen. Wer Fragen über Fragen hat, soll hier alles beantwortet bekommen.

Breite Themenpalette, große Zielgruppe

Die Seite richtet sich an Jugendliche von 12-30 Jahre. Dementsprechend ist die Themenpalette auch ziemlich breit angelegt. „Zum Beispiel ist die jüngere Gruppe eher vom Themenfeld Bildung betroffen. Andere Gruppen sind dann schon eher im Berufsleben zu verorten oder wollen  im „Logement“ Informationen zur ersten Wohnung sammeln. Die Gesundheit ist dagegen bei jedem Alter wichtig. Beim Alltagsleben findet man dann alle möglichen Themen, die sämtliche Jugendlichen betreffen können – dazu gehören etwa auch Themen wie Fake News“, erklärt Claudia Bizzarri, Kommunikationsverantwortliche bei der „Agence nationale pour l’information des Jeunes“ (ANIJ). Ebenfalls im Angebot ist ein breiter Überblick über Studenjobs, Praktika und auch Arbeitsplätze.
Doch wie entstehen diese Artikel? Claudia Bizzarri erklärt, dass ihr Team aus zwei Personen die Texte verfasst und bei komplexeren Themen auch Experten zu Rate zieht. Dies müsse auch deshalb geschehen, weil man sich zum Ziel macht, die richtigen Informationen an die Jugendlichen weiter zu geben.

Weniger Software, mehr Mensch

Die Seite setzt dabei nicht ausschließlich auf vermeintlich statische Elemente. Man greift auch auf einen Live-Chat zurück. Hierhinter versteckt sich nicht etwa ein Bot, der einem vorgekaute Antworten ausspuckt. Nein, hier tippt tatsächlich eine Person aus Fleisch und Blut. Für eine positive Überraschung während der Testphase haben bereits Anfragen aus dem Ausland gesorgt. Abschaffen möchte man die Innovation scheinbar nicht. „Der Livechat wird auch nach seiner Testphase weiter bestehen, aktuell wollen wir vor allem erfahren, ob die Uhrzeiten passen. Aktuell ist der Chat von 17.00 bis 21.00 verfügbar. Vielleicht stellt sich heraus, dass Bedarf besteht, eine Session abends oder mittags zusätzlich zu organisieren”, verrät Claudia Bizzarri. Der Chatbot sei auch deshalb gefragt, weil man aktuell nur auf Anmeldung bei der ANIJ vorbeikommen kann.
Apropos Corona-Virus: Eigentlich wollte man mit dem Thema „Partir à l’étranger“ an den Start gehen. Das musste leider ins Wasser fallen, womit man einen starken Punkt der Seite gleich zu Beginn demonstrieren konnte: Anstatt statisch zu sein, evolviert die Seite ständig weiter. In diesem Fall sattelte man auf die Aufklärung bezüglich der Pandemie um. „Im Kontext der Corona-Aufklärung haben wir auch ein Glossar ausgearbeitet, damit einige Begriffe besser erklärt werden“, erklärt Claudia Bizzarri. Bei den Inhalten und Anpassungen richtet man sich nach den Bedürfnissen der Jugendlichen. „Wenn man nicht die Informationen findet, die man sucht, kann man uns gerne Feedback da lassen“, so Claudia Bizzarri.