Jugendarbeitslosigkeit - ein Unwort, das auch in Luxemburg mittlerweile leider keine Seltenheit mehr ist. Ein Umstand aber, dem das Projekt des Luxembourg Science Center in Differdingen beikommen will. Das Ziel, so Präsident Nicolas Didier, muss darin bestehen, der Jugend schon „von frühen Kindestagen an ein Interesse für Technik, Naturwissenschaften und den damit zusammenhängenden Sektoren zu vermitteln“: Man habe in einer Untersuchung an der Universität Luxemburg heraus gefunden, dass sich nur die wenigsten Studenten in den Technikstudiengängen auf die wirklich wesentlichen Aspekte unserer heutigen Gesellschaft (wie etwa die Müllwirtschaft) spezialisieren. „Entweder leben wir mittlerweile in einer von Grund auf sauberen Gesellschaft“, oder aber es laufe Einiges gehörig schief. Das Ziel sei dabei belehrend und ökonomisch motiviert zugleich: Mehr technisch und wissenschaftlich interessierte Kinder und Jugendliche seien gleichbedeutend mit mehr fertig ausgebildeten Spezialisten, die daraufhin den Arbeitsmarkt bereichern können.
Zukunftsweisende Alte Technologie
Am gestrigen Freitag wurde daher eine 1.5 Millionen Volt fassender Tesla-Transformator, eine Teslaspule, angeliefert. Ein identisches Gerät, entwickelt von einem belgischen Ingenieur, versetzt bereits seit geraumer Zeit in dem „Palais de la Découverte“ in Paris seine Besucher ins Staunen. Die Spulen, die insbesondere wegen ihren spektakulären Blitzeffekten zu den Publikumslieblingen zählen, sollen aber nicht nur schick aussehen sondern dienen den bereits erwähnten Zwecken - so sollen interessierte Kinder sehen, dass sich selbst in Vergessenheit geratene Technologien plötzlich als zukunftssicherer denn je zuvor herauspuppen können; Eine moderne Energiepolitik lässt grüßen. Der eigene Enthusiasmus, die Zukunft positiv beeinflussen zu können, soll so geweckt werden. Es sei wichtig zu vermitteln, dass auf der Suche nach einer besseren Zukunft für alle auch das eigene Interesse eine große Rolle spielen kann.
Für, mit und nahe an der Forschung
Um dieses Ziel zu erreichen, soll Freude an der Forschung vermittelt werden - so sollen auch Doktoranden und Post-Docs von Universitäten aus der Großregion die Möglichkeit bekommen, Teile ihrer Forschung vor Ort an die jungen Besucher weiter zu vermitteln. Didier verspricht sich hiervon als Vorteil, dass der geringere Altersunterschied zwischen den Graduenten und den Besuchern eine leichtere Vermittlung ermögliche. Momentan sind so etwa zwei Forscher der Universität Metz vor Ort, die auch die gestrige Präsentation mit begleiteten. Selbst Forschen tue man dabei zwar an dem Luxembourg Science Center nicht, man möchte aber durch diese Methoden im direkten Kontakt mit der Forschung bleiben und die jungen Menschen gemeinsam an die Wissenschaft heran führen.



