LUXEMBURG
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„Spillplaz.lu“: Bereits 2.500 Nutzer suchen Kinderrutsche per Handy

Früher wussten die Kinder, wo man noch unbeschwert spielen konnte - heute bedarf es wohl einer App: „Spillplaz.lu asbl“ ist eine gemeinnützige Vereinigung, die sich im Jahr 2017 zusammenschloss aus einer Gruppe von vier Jugendlichen - und bei „Spillplaz.lu“ handelt es sich um eine Gratis-App für Eltern, Erzieher und in der Kinderbetreuung Tätige, die einen Spielplatz in ihrer Nähe suchen für den aktiven Zeitvertreib mit den Kleinen.

Gestern Nachmittag stellten die Verantwortlichen und Ideengeber, Daniel Damasio, Patrick Glaesener, Denis Heinen und Alex Feyereisen, ihre App, die es in sechs Sprachen gibt, offiziell mit den Partnern vor. Seit dem Frühjahr 2018 ist die App erhältlich (über GooglePlayStore als auch im AppStore). Glaeser hatte die Idee für die App, als er mit seiner kleinen Tochter im Stau stand. „Ein Spielplatz musste her…“ - und die Suche begann. Als man dann einen gefunden hatte, war die Freude groß. „So war die Grundidee geboren…“, sagte Glaesener. So wurden also 105 Gemeinden angeschrieben, ihre entsprechenden Plätze zu melden.

Schon 800 Spielplätze erfasst

Insgesamt sind aktuell bereits 800 Spielplätze (von rund 1.300 im Großherzogtum) mit Adresse, Bildern und auch den Öffnungszeiten erfasst, erklärt Denis Heinen. „Natürlich ist auch erklärt, was angeboten wird, ob es Parkplätze gibt oder nicht. Natürlich kann man auch die Spielplätze eingrenzen. „Soll ein Café dabei sein, oder ein Klettergerüst oder ein Fußballplatz, dann gibt man einfach die Kriterien an und filtert die Lokalität aus.“ Muss der Vater zum Zahnarzt nach Roeser und will die Kinder mitnehmen, kann er die Ortschaft eingeben und eine Spielmöglichkeit suchen. Natürlich ist auch eine Agenda-Möglichkeit gegeben, hinzu kommt der „Kid´s Corner“ und Rubriken, wo sich Partner vorstellen können.

Aktuell finanziere man, „also die App“, sich noch aus „eigner Tasche. Wir sind zurzeit sehr tief im Keller - daher sind weitere Partner gerne gesehen.“ Reklame ist aber etwas versteckt - Spenden seien willkommen, so die Verantwortlichen. Immerhin seien bereits 13 Gemeinden aktive Partner bei der App, „wobei einige Gemeinden der Ansicht waren, dass die Geschichte keine gute Idee sei“, wie Damasio sagte. Marketing laufe im Moment vor allem über Facebook, das „Spillplaz-Mobil“ oder über Infostände. Immerhin sei die App schon 2.500 heruntergeladen worden, 6.800 Besucher wurden auf der Internetseite gezählt.


www.spillplaz.lu