LUXEMBURG
LJ

Staatssparkasse kauft historischen Bau und will dort Büros einrichten

Seit vor einem Jahr der Stahlkonzern ArcelorMittal das historische Hauptquartier an der Avenue de la Liberté „einmottete“, weil es zu viel Unterhalts- und Heizkosten verschlingt, ist schon so manches Gerücht über die Bestimmung des Baus aus den 1920ern ins Kraut geschossen. Zuletzt hieß, es Bank of China sei daran interessiert. Seit gestern ist klar: Es bleibt in Luxemburger und sozusagen in staatlicher Hand. Denn ArcelorMittal und die „Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat Luxembourg“, die ja zu hundert Prozent vom Staat kontrolliert wird, haben eine Absichtserklärung zum Verkauf des Gebäudes unterzeichnet.

„Ich freue mich persönlich darüber dass es eine Luxemburger Lösung für das Arbed-Gebäude gibt“, kommentierte Premier Xavier Bettel die Transaktion beim Pressebriefing nach dem Regierungsrat. Den Premier freut zudem, dass ArcelorMittal einen neuen multifunktionalen und symbolhaften Konzernhauptsitz in Luxemburg errichten will, das Platz für 1.200 Mitarbeiter bieten soll. Das Unternehmen führt derzeit mit der luxemburgischen Regierung Gespräche über einen dafür geeigneten Standort. Im Stadtzentrum und in Gasperich (Cloche d’Or) hat der Konzern momentan zwei Bürogebäude gemietet. Der Verkauf des „Arbedsgebai“, das nach der Renovierung Büros beherbergen soll, soll innerhalb des nächsten Quartals abgeschlossen werden. Zum Verkaufspreis gab es keine Angaben.