Da Pfingstferienzeit in Luxemburg traditionell auch „Päischtcroisière“-Zeit ist, liegt das politische Leben in dieser Woche - nicht weniger traditionell - größtenteils brach, zumal man auf dem süffigen Schiffdings sogar von Zeit zu Zeit waschechte Minister sieht, die sich hier mit dem ein oder anderen Bierchen vom Regieren ausruhen.

Nicht so unser Premierchef, denn für diesen ist jeder Tag ein Arbeitstag - sogar in den Ferien. So wird Juncker am heutigen Vormittag eine europakrisenpolitische Rede vor den Schülerinnen und Schülern der Europaschule und des Ermesinde-Lyzeums halten, die für diesen Vortrag dann wohl extra ihre Ferien unterbrechen müssen. Es könnte sich für diese dann aber trotzdem lohnen, denn als der Premierchef im Juni vergangenen Jahres zum letzten Mal in einer Schule (in der Mädchenschule „Fieldgen“) auftrat, da waren die Mädels derart begeistert, dass diesen der Höhepunkt im Gesicht deutlich abzusehen war, wie das Erzbistums-„Wort“ seinerzeit außer sich vor Begeisterung schrob: „Dass dieser Unterricht der speziellen Art aber auch ein Höhepunkt war für die Schülerinnen, stand diesen ins Gesicht geschrieben“. Da muss der Premierchef heute aber seinen guten Ruf verteidigen...