LUXEMBURG
JEFF KARIER

Ergebnisse der Erhebung der „Fédération des Artisans“ zur ADEM

 

Innerhalb von drei Jahren sollen 5.000 Arbeitslose wieder Arbeit haben: Das ist das Ziel einer Partnerschaft zwischen Regierung und der UEL. Um dieses Ziel zu erreichen, muss laut der „Fédération des Artisans“ die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitgebern und der ADEM verstärkt werden.

Gemeinsames Vorgehen

Auf Seiten der ADEM erfolgt diese stärkere Zusammenarbeit in Form eines neuen Computer-Werkzeugs, das es den Unternehmen erlaubt, direkten Zugriff auf die Profile der Arbeitssuchenden zu erhalten. Außerdem plant die ADEM, weitere Anstrengungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung der Arbeitssuchenden zu unternehmen.

Die „Fédération des Artisans“ für ihren Teil hat eine Erhebung in Auftrag gegeben, die die Beziehung zwischen den Unternehmen und der ADEM genauer beleuchten soll. An dieser Erhebung beteiligten sich 500 Unternehmen. 58 Prozent dieser Unternehmen beschäftigen 20 oder weniger Arbeiter, 79 Prozent haben in den letzten zwölf Monaten lediglich einen bis fünf neue Arbeiter eingestellt, und 56 Prozent aller neu eingestellten Arbeiter sind Grenzgänger.

Darüber hinaus ergab die Erhebung, dass die meisten Unternehmen über Empfehlungen (67 Prozent) und/oder die ADEM (59 Prozent) einstellen. Jedoch zeigten sich lediglich 47 Prozent der Unternehmen mit dem Profil der Kandidaten zufrieden und nur 31 Prozent empfanden die Kandidaten, die ihnen über die ADEM vermittelt wurden, für die Stelle passend. Der Mangel an qualifizierten Arbeitern sowie eine fehlende Flexibilität der Arbeitszeiten seien laut den Unternehmen zwei der größten Probleme auf dem Arbeitsmarkt.

Es geht noch besser

Die eigentliche Zusammenarbeit mit der ADEM scheint aber recht positiv zu verlaufen. Lediglich 17 Prozent gaben an, in Zukunft nicht mit der ADEM zusammen zu arbeiten, davon meinten allerdings 80 Prozent, dass sie es sich anderes überlegen würden, wenn die ADEM ihre Arbeit verbessere. Zu diesen gewünschten Verbesserungen zählen das Respektieren der Anforderungsprofile, eine bessere Nachsorge, Zugriff auf die Datenbank der ADEM sowie eine schnellere Reaktion der Arbeitssuchenden. Mit Arbeitsämtern in der Grenzregion haben bisher hingegen lediglich 10 Prozent der befragten Unternehmen zusammengearbeitet.

Überraschend ist, dass 24 Prozent der Unternehmen die Internetseite der ADEM und 50 Prozent die Telefonnummer des „Service Emploveur“ nicht kennen. Außerdem haben bisher erst 56 Prozent die verschiedenen finanziellen Unterstützungen der ADEM genutzt.

Einige Vorschläge

Um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, solle die Regierung laut den Unternehmen das Niveau der Qualifikation der Arbeitnehmer anheben, das Sozialdumping bekämpfen, die Arbeitszeiten und Bedingungen flexibler gestalten, den Bürokratieaufwand verringern, die Bedingungen auf dem Markt besser kennen und berücksichtigen sowie die Erwerbslosigkeit weniger attraktiv gestalten. Abschließend bleibt zu bemerken, dass die Unternehmen sich aktiv an der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beteiligen wollen. Die „Fédération des Artisans“ werde ihre Mitglieder trotzdem nochmal dazu ermuntern, mit der ADEM zusammenzuarbeiten, um ihr gestecktes Ziel zu erreichen. Die größte Herausforderung wird es derweil sein, die Profile der Kandidaten auf die der Unternehmen abzustimmen.