PASCAL STEINWACHS

Derweil Leute wie du und er in der Silvesternacht feierten und auf das neue Jahrzehnt anstießen, waren in derselben Nacht aber auch dunkle Gesellen unterwegs, die nichts Gutes im Schilde führten und sich in ihrer Bosheit doch tatsächlich erdreisteten, das an der Fassade des Abgeordnetenhauses angebrachte „R“ (aus „CHAMBRE DES DEPUTES“) zu stibitzen. Ein schrecklicher Verlust, aber immer noch besser als das „D“ und das „E“ aus „DEPUTES“ zu klauen. Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, soll Kammerchef Fernand Etgen jetzt ein Lösegeld auf die Ergreifung des „R“ ausgesetzt haben. Das „R“ von Astrid Lulling zu klauen, würde sich indes keiner trauen, gilt diese doch trotz ihres schon recht ansehnlichen Alters immer noch als furchtlos und resolut, und zwar derart, dass sie nicht einmal vor der nicht weniger resoluten Großherzogin kuscht, wie jetzt aus einem aufschlussreichen Interview im „Tageblatt“ hervorgeht, in dem sie nicht mit ihrer Meinung zur CNFL/Maria Teresa-Affäre hinter dem Berg hält: „Ich weiß es nicht“, „ich weiß es nicht“, „ich weiß es nicht“, „das kann ich nicht sagen“. Dafür erfährt der „T“-Leser aber zum XC‘ten Mal, dass Fräulein Lulling in ihrer politischen Jugend aufs Männerklo gehen musste. Schreckliche Zeiten waren das...