CLAUDE KARGER

„On me critique quand nous faisons des propositions sans consulter, on me critique quand nous proposons des scénarios à débattre... mais merde! Que voulez-vous que nous fassions“, platzte am Mittwoch spektakulär dem EU-Kommissionsboss der Kragen, nachdem seine Zukunftsszenarien für die Union von manchen im Europaparlament zerfleddert worden waren. Die „fünf Asse im Ärmel“, die das „Tageblatt“ Juncker andichtet, sind am Ende vielleicht nicht ganz so klasse, aber die richtige Attitüde scheint es uns schon, um die notwendige Debatte über die Zukunft der EU endlich anzukurbeln. Um da zu Potte zu kommen, muss man aber ganz schön Balancierkünstler sein. Arg ein Äquilibrist muss laut „Paperjam“ auf jeden Fall auch der Mann an der Spitze des „le plus grand et le plus hétérogène des partis luxembourgeois“ und der ganzen „Galaxie“ an Einflussnehmern sein, die sie umgeben. Und so gar nicht immer die „Wiseler Attitude“ des „poli, calme et réfléchi“ teilen. „Paperjam“ bohrte natürlich nach, ob solche Eigenschaften im Politgeschäft nicht eher von Nachteil seien. „Ah, je peux aussi être très dur!“, erklärt der Betroffene, „mais je peux le dire gentiment“. „Mais merde!“, das musste mal gesagt werden. Aber der Fiesdreingucker-Blick à la Walter White auf dem „Paperjam“-Cover musste es trotzdem nicht gleich sein...