LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Kirchberger „Leetstell“ des „Verkéiersverbond“ präsentiert

Mir sinn am 21. Joerhonnert ukomm“, meinte Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch gestern bei der Verstellung der neuen Leitzentrale der RGTR („Régime Général des Transports Routiers“)-Busse, „Leetstell“ genannt, des „Verkéiersverbond“ in Luxemburg-Kirchberg (4, rue Charles Bernhoeft). Seit Ende September vergangenen Jahres funktioniert die „Leetstell“ des „Verkéiersverbond“ nun auf Kirchberg. Wie Bausch weiter zu berichten wusste, handelt es sich bei der neuen Leitzentrale auf Kirchberg „nur um ein weiteres Provisorium“. Hier soll die Leitstelle allerdings bleiben, bis sie nach Abschluss der Bauarbeiten am Bahnhof eine definitive Bleibe in Ettelbrück finden wird.

Öffentlichen Personennahverkehr verbessern

Die Dienststelle „Leetstell“ wurde im Rahmen des „Verkéiersverbond“ ins Leben gerufen , um den Komfort zu steigern und die Erfahrung öffentlicher Personennahverkehr für die Kunden zu verbessern. Diese Leitstelle überwacht alle RGTR-Buslinien (auch die grenzüberschreitenden Linien) im Großherzogtum und fußt auf dem „Système d’Aide à l’Exploitation et d’Information Voyageurs“ (SAEIV). Minister Bausch hat dann die verschiedenen Missionen der „Leetstell“ präsentiert. So sind die hier tätigen Agenten bemächtigt, eine Busfahrt umzuleiten um Verkehrsstörungen zu vermeiden, sie können eine Linie abkürzen oder ersetzen, zusätzliche Fahrten einsetzen und die Busverbindungen für die Reisenden optimisieren. Die Kommunikation zwischen dem Busfahrer und den Agenten der Leitstelle erfolgt über Radio oder via schriftliche Botschaften über den Schirm des Bordcomputers. Darüber hinaus verfügen die Busfahrer über einen Alarmknopf, der sie bei Notfällen direkt mit den Agenten der „Leetstell“ verbindet.

Den Kunden an der Hand nehmen und führen

Die Buskunden werden vor und während ihrer Fahrt in Echtzeit informiert, was Minister Bausch als „besonders wichtig“ wertete. Die Agenten der „Leetstell“ übernehmen diesbezüglich die Verwaltung der Inhalte der dynamischen Anzeigentafeln an den verschiedenen Bushaltestellen sowie die Übermittlung von akustischen Informationen an die Reisenden, um sie „an der Hand zu nehmen und zu führen“ sowie um ihnen alle zur Verfügung stehenden Informationen zu liefern. Die neue Leitzentrale, die rund um die Uhr funktioniert, soll nach und nach perfektioniert und mit der Umstrukturierung der RGTR-Buslinien in 2019 formalisiert werden.

Alle Leitstellen der anderen Verkehrsnetze - der Autobusdienst der Stadt Luxemburg (AVL), die nationale Eisenbahngesellschaft CFL, Luxtram und das „Syndicat pour le Transport Intercommunal dans le Canton d’Esch-sur-Alzette“ (TICE) - sollen künftig mit der „Leetstell“ zusammenarbeiten, um auf nationaler Ebene alle Bewegungen im öffentlichen Personennahverkehr unter Kontrolle zu haben.

Mobilität als Service

Wie Gilles Dostert, Generaldirektor des „Verkéiersverbond“, sagte, ist die Schaffung der neuen Leitzentrale auf „mLive“, das 2014 gestartete nationale Projekt der Telematik im öffentlichen Personennahverkehr, zurückzuführen. Dieses Vorhaben zielt bekanntlich darauf ab, alle Elemente von „Mobility as a Service“ (MaaS) anzubieten: die Digitalisierung der Dienststellen, die Kontrolle des Ablaufs, die Echtzeit und das intelligente Ticketing.