LUXEMBURG
LJ/DPA

„CIS/Feuerwehr Berdorf-Bollendorf“ muss Mannschaftsbus aus Sauer bergen

Nach längerer Suche wurde der Mannschaftsbus des CIS-Feuerwehr Berdorf-Bollendorf (CISBB) am Sonntag aus der Sauer geborgen. Schuld für das Unglück war das Unwetter von Freitagnacht. Wie die Rettungskräfte mitteilten, stand der Mannschaftsbus auf einem Parkplatz, der in der Nacht fast komplett weggespült wurde.

Neben anderen Fahrzeugen wurde auch das Einsatzgefährt von der Wucht der Wassermassen mitgerissen und am Sonntag in Höhe des Campingplatzes Altschmiede Bollendorf wieder aufgefunden.

Räumungsarbeiten laufen weiter

Der Bus kam vor einigen Jahren von der Berufsfeuerwehr Luxemburg-Stadt zum CISBB. Neben den zahlreichen Einsätzen wurde er auch regelmäßig für den Transport der Jugendfeuerwehr genutzt. Letztendlich wurde er nun Opfer der Naturgewalten, wie das CISBB mitteilte. „Er hat uns so viele treue Dienste erfüllt.“ Die Rettungskräfte bedanken sich bei den Rettungstauchern und auch den Betreibern des Campingplatzes Altschmiede, die das Fahrzeuge geborgen haben.

Unterdessen gehen die Aufräumarbeiten im Müllerthal weiter. Auch gestern waren mehrere Streckenabschnitte noch gesperrt, da hier das Wasser und Geröllmassen eine Durchfahrt unmöglich machten. Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass die Regierung beschlossen hat, eine Solidaritätsaktion zu organisieren, um die dringend notwendigen Ausgaben jener Geschädigten zu decken, die sich in einer schwachen finanziellen Lage befinden. Der Antrag zur Bewilligung einer sozialen Hilfe muss auf einem eigens dafür entwickelten Formular eingereicht werden. Bisher seien noch keine solche Anträge eingegangen, wie auf Nachfrage hin bestätigt wurde.

Neue Niederschläge erwartet

Experten rechnen unterdessen an der Mosel mit zunächst weiter sinkenden Wasserständen, es sagen sich aber schon neue Niederschläge an. Am Mittwoch ziehen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach wieder Regenwolken durch Rheinland-Pfalz und das Saarland und bringen teils Starkregen mit. Der Wasserstand der Mosel bei Trier wird dem Hochwassermeldezentrum zufolge heute voraussichtlich unter die Marke von drei Metern fallen.

Die erste Meldehöhe für Hochwasser liegt dort bei fünf Metern - sie war am Wochenende überschritten worden. An anderen Mosel-Pegeln sollen die Wasserständen ebenfalls weiter sinken. Der Wasserstand der unteren Prüm dürfte im Laufe des heutigen Dienstags auf unter einen Meter zurückgehen. Am vergangenen Freitag hatte er sich nach heftigen Regenfällen der Marke von fünf Metern angenähert.

Morgen erwartet der Wetterdienst Niederschläge und Gewitter. Lokal könne es Starkregen geben, sagte ein Meteorologe. „Dann kann es wieder zu Problemen kommen.“ Mit heftigen Niederschlägen sei vor allem aus Richtung Frankreich und Saarland zu rechnen, womit auch Luxemburg betroffen sein könnten. Der Starkregen wird wahrscheinlich sehr punktuell sein.


Das einzureichende Formular
kann über die Internetseite des
Familienministeriums heruntergeladen werden - www.tinyurl.com/
SolidaraktionUeberschwemmung