LUXEMBURG
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Einäscherungsverein „Flamma“ plädiert für Bau eines weiteren Krematoriums

Es war ein langer Weg, von der Gründung des Vereins zur Förderung der Einäscherung „Flamma“ im Jahr 1906 über die spät erfolgte Legalisierung der Einäscherung (1970) bis zum Bau des bisher einzigen Krematoriums in Luxemburg in den 1990er Jahren. Mittlerweile werden mehr als die Hälfte der Verstorbenen in Luxemburg eingeäschert.

„Flamma“ hat nicht nur die Einäscherung politisch gefordert und letztendlich im Zusammenspiel mit anderen Kräften durchgesetzt, sondern auch immer die Feuerbestattung für die Mitglieder organisiert. Daran hat sich nichts geändert. Früher von den Bestattern vielleicht als Konkurrenz betrachtet, arbeitet man heute zusammen. Nicht zuletzt weil auch die Feuerbestattung eine Reihe unterschiedlicher Varianten bietet: Vom Urnengrab, über die Urnenhalle, bis hin zur See- oder Waldbestattung.

Bei seiner Generalversammlung am Samstag hat der Verein die politische Forderung nach dem Bau eines zweiten Krematoriums noch einmal wiederholt. Das von einem interkommunalen Zweckverband (Syndikat) betriebene Krematorium in Luxemburg-Hamm arbeite am Rande seiner Leistungsfähigkeit, meinte „Flamma“-Präsident Eugène Schmit zur Begründung. Außerdem solle jeder selbst bestimmen können, wie nach seinem Tod mit seiner Asche verfahren wird.