PASCAL STEINWACHS

Derweil unser Staatspremier dabei ist, seine „Reise ins digitale Wunderland“ (nicht zu verwechseln mit der Reise nach Jerusalem) zu verwirklichen, wie die Erzbistumszeitung die Google-Überzeugungsfahrt von Xavier Bettel nach San Francisco fantasievoll umschrob („Zu Google oder nicht zu Google?“, das ist die Frage die sich das „Wort“ gestern zitternd vor Aufregung stellte), befinden sich unsere Abgeordneten selbiger Zeitung zufolge gerade „auf Abwegen“, bewerben sich diese doch frecherweise auch um ein kommunales Mandat, ganz so, als hätten sie auf Krautmarkt nicht schon genug zu malochen.

Gehörig auf Abwegen befand sich gestern aber auch das„Lëtzebuerger Journal“. Dort scheint der Verantwortliche (es könnte sich aber natürlich auch um eine Frau handeln) der gemeinhin ziemlich famosen „People“-Seite am Dienstag derart durch den Wind gewesen zu sein, dass er die EZB in seinem Artikel über einen Großherzogsabstecher zum europäischen Bankendings im Untertitel doch glatt nach Frankreich verlegte: „Großherzog Henri besuchte EZB in Frankreich“ (!).

Dabei weiß doch eigentlich jedes Kind, dass die EZB am Boulevard Royal angesiedelt ist...