PATRICK VERSALL

Schauspieler Mickey Hardt würde gerne einen „Dirty Cop“ verkörpern

Luxemburg Als Actionheld hat sich der luxemburgische Schauspieler und Kampfsportler Mickey Hardt noch nie gesehen, er würde aber irgendwann gerne einen solchen verkörpern. „Am liebsten einen Kommissar in einer Actionserie, einen so genannten ‚Dirty Cop‘“, betont der in Berlin lebende Luxemburger und bekennender Krimifan, der seit seiner Hauptrolle in der RTL- Fernsehserie „Der Puma“ in mehreren deutschen Serien- und Fernsehproduktionen mitgewirkt hat.

Hardt bekam die Hauptrolle im „Puma“, weil er Kampfsport betreibt. Dies sei eine Voraussetzung für die Rolle gewesen, erinnert sich der Quereinsteiger, der seine ersten Schauspielerfahrungen am „Puma“-Set machte. Er habe möglichst glaubhaft rüber kommen wollen, betont der Luxemburger und führt aus, dass es nicht unbedingt normal sei, glaubhaft rüber zu kommen, auch dann nicht, wenn man bereits 20 Jahre lang Kampfsport betrieben habe.

Stuntmanprofis

Hardts großes Actionvorbild ist Bruce Lee - „er steht an erster Stelle, mein absoluter Held und ein guter Schauspieler“. Einen Actionhelden definiert er als jemanden, der eine dunkle Seite aufzuweisen hat, allerdings für die gute Sache kämpft. Mit all den B-Movie-Actiondarstellern wie etwa Dolph Lundgren oder Steven Seagal, die in den Neunzigern Berühmtheit erlangten, hat der Luxemburger jedoch wenig am Hut. Heutzutage faszinieren ihn Darsteller wie Daniel Craig oder Liam Neeson, der in den letzten Jahren vermehrt in Actionrollen zu sehen ist. „Matrix“ der Wachowski-Geschwister stellt für den luxemburgischen Schauspieler einen Einschnitt dar; heute würde man die Action und die Dramaturgie wieder mehr miteinander verbinden. Die Action-Choreografien der Achtziger würde heute niemand mehr abkaufen, unterstreicht der Schauspieler.

Hardt hat auch eine Erklärung parat, wieso er noch keine typische Actionrolle an Land ziehen konnte. Vielleicht fehle ihm eine gewisse Reife oder es liege an seinem etwas bubihafterem Aussehen, gibt er sich nachdenklich und erklärt, dass man, insbesondere in Deutschland, als Schauspieler schnell in einer Schublade lande. „Hast du einmal einen Homosexuellen oder einen Arzt in einem Film verkörpert, erhältst du danach weitere Angebote für solche Rollen“, gibt Hardt zu verstehen.

Der Luxemburger hat sich auch schon überlegt, ob er die Stunts in Filmen selber machen solle. Viele Darsteller würden die Stuntarbeit gerne selber übernehmen, viele würden sich aber überschätzen, erklärt Hardt. Der Luxemburger hat während seiner Karriere die Arbeit der Stuntmänner schätzen gelernt, die für diesen Job spezifisch ausgebildet werden.