LUXEMBURG
SVEN WOHL

Spielfokus: Super Mario World

Es war das Spiel, das auch in Luxemburg in zahlreichen Supermärkten für jeden anspielbar gewesen ist. „Super Mario World“ war damit das Sinnbild für den Super Nintendo, der im Juni 1992 erschien. Das Spiel war damals bei den meisten Versionen automatisch mit dabei, womit es für viele das erste Spiel der 16-Bit-Ära darstellte, das sämtliche Erwartungen neu definierte.

Neue Farbwelten

Vor allem bei den Farben wurde beim Super Nintendo mächtig zugelegt und das kann auch heute noch auf den ersten Blick erkannt werden. So fällt im direkten Vergleich zum Vorgänger auf dem NES auf, dass nicht nur mehr Farben gleichzeitig auf dem Bildschirm zu finden sind, sondern auch die Hintergründe wesentlich dynamischer wirken, scrollen sie doch in unterschiedlichen Stufen und vermitteln damit die Geschwindigkeit des Gameplays. Auch der mittlerweile beim Gerät legendäre Rotiereffekt „Mode 7“ kommt zum Einsatz, was, für damalige Konsolen-Verhältnisse, für unglaubliche Effekte sorgte. Auch der Sound war einzigartig, da der damals eigens von Sony für die Konsole hergestellte Chip perfekte, weiche Synth-Töne, die jede Welt besonders untermalten, schaffte.

Doch auch abseits der Technik konnte der runde Klempner auf breiter Ebene überzeugen. Dass er hüpfen, laufen und fliegen kann, bewies er bereits mehrere Male zuvor, doch vor allem der Drehsprung brachte eine eigene Dynamik mit sich. Damit lassen sich auch Blöcke zerstören, die sich unter einem befinden, was das Erkunden umso interessanter und facettenreicher macht. Neue Gegner lassen sich dadurch ebenfalls leichter bezwingen. In den Level verstreut lassen sich auch Medaillons finden, die einem Extra-Leben versprechen, wenn man sie alle findet. Alternative Ausgänge schalten zusätzliche Level frei, was den Wiederspielwert auch weiter erhöht.

Saurier in vier Farben

Yoshi ist die zweite große Neuerung des Titels gewesen, und der Dinosaurier ist nicht nur putzig, sondern auch nützlich. Mit ihm kann man etwas höher springen und mit seiner Hilfe lässt sich sogar ein Doppelsprung vollziehen. Praktischerweise ist der Saurier auch noch sehr verfressen, drum kann man Gegner und Münzen einfach mit der Zunge aufschnappen und runterschlucken. Wer einen roten Schildkrötenpanzer schluckt, spuckt danach sogar Feuerbälle. Eine taktische Gourmet-Note!

Die Level-Variation wurde gleichzeitig erhöht: Schlösser sind jetzt größer und haben auch Gitter, an denen man rauf und runter klettern kann. Villen, in denen es spukt, bieten eine ganz andere, frische Variante des Designs für ein „Jump and Run“. Während präzises Springen immer noch notwendig ist, gibt es hier zusätzlich Rätsel zu lösen. Denn Türen und Treppen versuchen, die Spieler zu verwirren, während sie von Geistern verfolgt werden. Diese sind bemerkenswert scheu, denn sobald man sich ihnen zuwendet, halten sie sich die Augen zu und bleiben stehen.

Innovation ist trumpf

Mit diesem Mario-Spiel konnte Nintendo eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass selbst nach Jahren immer noch etwas Neues mit einer alten Formel erreicht werden konnte. Technische Innovationen gehen hier Hand in Hand mit spielerischer Evolution und schaffen einen Klassiker, der auch nach zwei Jahrzehnten vollkommen spielbar ist und jede Menge Spaß macht. Der Titel ist als Download für die Wii U für 7,99 Euro verfügbar.