LUXEMBURG
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Zehn kleine, lokale Ausnahme-Champagner für Luxemburg vorgestellt

Feinste Champagner im Großherzogtum; das ist durchaus keine Seltenheit. Viele schätzen Champagner als stilvollen Start zum Essen oder reichen ihn zum Aperitif. Dabei wird sehr oft auf bekannte Marken gesetzt, die Qualität versprechen - und über die Jahre halten. Direkt beim Winzer kaufen? Das ist eher was für Experten, denn die Auswahl kann schnell unüberschaubar werden.

Hier wollen „Craft et Compagnie“ unter die Arme greifen; das Unternehmen der beiden Gründer Agnes und Sébastien Rouillaux hat sich seit drei Jahren in Luxemburg etabliert und ganz der Promotion von hervorragenden Qualitäts-Champagnern verschrieben, die nur in sehr exklusiven Mengen exportiert und verkauft werden. „Eine Herzensangelegenheit“, erklärt Sébastien Rouillaux, der selbst aus der Champagne stammt.

Die Wahl des Großherzogtums fiel leicht: „Luxemburg ist ein Champagnerland“, erklärt er. „Pro Kopf werden hierhin die meisten Flaschen exportiert - nämlich genau eine pro Person! Das macht insgesamt fast 600.000 Flaschen jährlich.“ Hinzu kommt, dass Luxemburg besonders Qualität schätzt; „allein aufs Volumen zu achten, reicht also nicht“, meint er. „Luxemburg sei deshalb eine gute Wahl, um absolute Topware zu verkaufen.“ So sei die Zahl der Verkäufe zwar insgesamt leicht zurück gegangen, gleichzeitig der Anteil der „Millésimés“, „cuvées spéciales“ und der Rosé-Champagner um bis zu sieben Prozent gestiegen - ein Zeichen für den Qualitätsanspruch in Luxemburg.

Gutes im Glas

Am vergangenen Freitag war deshalb von „Craft et Compagnie“ im Rahmen des selbst organisierten Events „Top Grower Champagnes meet Luxembourg“ zur Verköstigung geladen worden. So standen zehn Champagner zum Pröbeln bereit - und sie hatten ihre Winzer mitgebracht, die während der Probe mehr darüber verrieten, wie sie ihr Top-Produkt herstellten, welche Trauben verwendet werden, und wie sie den immer wieder individuellen Geschmack perfektionieren konnten. Das beeindruckende Resultat: Selbst Champagner-Neulinge dürften sich eingestehen müssen, dass man Unterschiede durchaus schmecken und sehen kann.

Die Champagner stammen allesamt aus hochwertigen Lagen wie der Côte des Blancs oder dem Marne-Tal, wo ihre Winzer sich gegen einen Verkauf an große Labels oder Kooperativen und für eine Solo-Kampagne entschlossen haben. Die zehn Weingüter gehören damit zu einer Elite, wie Rouillaux hervor hob: „Die meisten Champagner gehen direkt an Unterhändler“, meinte er. „Die Elite tut das nicht - und die haben wir für den luxemburgischen Markt im Visier.“

Produkte aus Handarbeit und mit kulturellem Wert, wie auch die Winzer im individuellen Gespräch während der Verköstigung oft hervor hoben; „Hochwertiger Wein ist kein Produkt je nach Rezept“, erklärte so etwa der Winzer Frédéric Savart, der nahe Reims knapp vier Hektar Pinot Noir und Chardonnay mit einem Pferdepflug bewirtschaftet - und mit seinem „Champagne Savart“ einen durch und durch natürlichen „brut“-Genuss zaubert. Sein Motto: Einzigartige Weine, abseits des Geschmack-Standards. Also voll im Visier der Ausnahme-Champagner von „Craft et Compagnie“.

Die zentrale Botschaft: Die Herkunft spielt eine wichtige Rolle, und so merkt man den Top-Champagnern die individuellen Lagen, Böden wie Kalkstein oder Kreidefels und Reben-Sorten wie Chardonnay oder Pinot Blanc und Noir ebenso an, wie ihre Herstellung und Lagerung im Barrique-, oder Edelstahlfass. So macht allein das Fass einen großen Unterschied bei der Farbe aus.

Die Schaumweine zeigten zweifelsfrei, dass eine absolute Top-Selektion außerhalb der großen Namen zu finden ist („hier gibt es nichts aus dem Regal“, meinte Rouillaux) - und dass sich selbst Champagner, die mitunter aus derselben Region stammen, trotzdem stark unterscheiden können. Mal fruchtig - süß, mal eher herb, mal rosé, dann wieder eher gelbstichig; selbst ein nahezu klarer Champagner war dabei, und so findet sich praktisch für jeden Geschmack genau der Richtige.

Die Verköstigung war aber nicht das einzige Event, das im Rahmen der Champagner-Vorstellung organisiert wurde: Über das ganze Wochenende hatte „Craft et Compagnie“ geladen - unter anderem in den Cercle Cité, bei dem auch luxemburgische Winzer auf den Geschmack kommen konnten, aber auch mit einem krönenden Abschluss im Clairefontaine. „Es war nicht so leicht, das alles während der gleichzeitig stattfindenden Expogast unter einen Hut zu bekommen“, verriet Rouillaux.

Mehr Informationen zum Angebot der Ausnahmechampagner unter www.craftetcompagnie.com