LUXEMBURG
INGO ZWANK

Luxemburg steht in diesen Tagen ganz im Zeichen der Erinnerung an die Ardennenoffensive

Luxemburg ist Amerika zu Dank verpflichtet. Amerika hat uns unsere Freiheit zurückgegeben!“ Dies sagte Luxemburgs Parlamentspräsident Fernand Etgen beim Empfang der Delegation des Repräsentantenhauses der USA und ihrer Präsidentin Nancy Pelosi im Rahmen des 75. Jubiläums des Beginns der Ardennenoffensive. Und diesem Dank schloss sich das ganze Land an und brachte diesen in vielen Gedenkfeiern am Wochenende zu Ausdruck.

Die „Keystone“-Division: den Deutschen im Weg

So wurde gestern in diesem Zusammenhang die Initiative mit dem Titel „Keystone in the Way“ vorgestellt, die in der Errichtung einer Reihe von erklärenden Diagrammen und Panels mit mehrsprachigen Texten, Fotos und Grafiken besteht, neben vorhandenen Denkmälern, um den Besuchern die Umstände und historischen Fakten des Winters 1944/45 besser zu erklären.

Insbesondere soll „Keystone in the way“ auch die Rolle der 28. US-Infanteriedivision zur Verteidigung des Nordens von Luxemburg in den ersten Tagen der Ardennenschlacht beleuchten. Start war gestern Morgen in Ettelbrück, mit Stationen in Diekirch, Consthum, Hosingen, Munshausen, Weiswampach, Wiltz und Clerf.

Osweiler zwischen den Fronten

Auch in Osweiler wurde gestern an die Ereignisse von vor 75 Jahren gedacht. Für die Gemeinde ist die Erinnerung wichtig, denn im Herbst 1944, als fast schon das gesamte Großherzogtum von den Nazis befreit war, geriet der Ort zwischen die Fronten, als der Vormarsch der alliierten Truppen am Westwall ins Stocken kam. An vier Stellen im Ort und in der Umgebung, verbunden durch den Wanderweg R9, der unter dem Leitmotto „Op de Spueren vum 2. Weltkrich“ steht, wird die Erinnerung aufrechterhalten. Bei der Grundschule in Osweiler erinnert eine Tafel an die Rundstedt-Offensive, hier fand gestern Morgen eine Kranzniederlegung statt. Eine weitere Gedenktafel erinnert an der Kirche an die zehn KZ-Häftlinge und Zwangsrekrutierten aus der Gemeinde.

Auf dem „Schnäkebierg“ wird der Soldaten der 28. US-Infanterie-Division gedacht, die am 13. September 1944 die Ortschaft Osweiler befreit hatten.

Die letzte Tafel befindet sich im „Gruussebësch“ und erinnert an umgesiedelten Einwohner der Gemeinde.