LUXEMBURG
LJ

Henri Kox befragt die Minister für Wohnungsbau, Umwelt und Energie

Die Werbung für Holz als Baumaterial steht im Mittelpunkt einer parlamentarischen Anfrage von Henri Kox („déi gréng“) an Wohnungsbauministerin Sam Tanson, Umweltministerin Carole Dieschbourg und Energieminister Claude Turmes. In der nun vorliegenden gemeinsamen Antwort der drei Grünen-Minister wird unterstrichen, dass „die Regierung im Bereich ihrer Politik des Wohnungsbaus, der nachhaltigen Entwicklung und der Energie der Werbung für das Baumaterial Holz große Bedeutung beimisst“.

So werden die öffentlichen Bauträger „Fonds du Logement“ und „Société Nationale des Habitations à Bons Marchés“ (SNHBM) ermutigt, Holz als Baumaterial zu verwenden. 16 Projekte mit insgesamt 465 Wohnungen, bei denen das Baumaterial Holz im Mittelpunkt steht, wurden kürzlich oder werden derzeit verwirklicht. Die hierbei gemachten Erfahrungen sollen in künftige Bauvorhaben eingebracht werden.

Seit dem 1. Januar 2017 wird auch bei privaten Bauherren Holz als Baumaterial bezuschusst, wird weiter in der Antwort der drei Minister auf die parlamentarische Anfrage von Kox unterstrichen. Auch „die Regierung greift immer mehr auf Holz als Baumaterial zurück, so soll der ökologische Aspekt des Holzes hervorgehoben werden“. Als Beispiele werden das ganz aus Holz gebaute neue Gebäude der Natur- und Forstverwaltung in Diekirch sowie das „Biodiversum Camille Gira“ in Remerschen angeführt.

Darüber hinaus weisen die drei Grünen-Minister darauf hin, dass der 2017 geschaffene „Wood Cluster“ derzeit 175 Mitglieder zählt - 150 Holz verarbeitende Unternehmen und 25 öffentliche Akteure (Verwaltungen, Forschungszentren und ähnliches mehr). Auch werden die Missionen des „Wood Cluster“ wie folgt umrissen: Den Unternehmen bei Renovierungsvorhaben beratend zur Seite stehen; das Networking, die Werbung und das Marketing für Holz als Baumaterial übernehmen sowie „Flagship Projects“ durchführen.

Ferner warnen die Grünen-Minister davor, dass ein verstärkter Gebrauch von Holz als Baumaterial nicht zu einer Verschlechterung des Zustandes unser Wälder führe. In diesem Sinne sei die Natur- und Forstverwaltung derzeit mit der Evaluierung des Holzpotenzials der luxemburgischen Wälder beschäftigt.