LUXEMBURG
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„United Instruments of Lucilin“: Saison 20/21 steht besonders im Zeichen nationaler Projekte

Monate „quälender Tätigkeit“ liegen hinter dem Ensemble „United Instruments of Lucilin“. Die meiste Zeit habe man darauf verwenden müssen, Konzerte zu verschieben und neue Termine zu finden. Groß ist die Freude deshalb nun, ein Programm für die Saison 2020/2021 präsentieren zu können, die trotz allem nicht weniger als 34 Konzerte und andere audiovisuelle Projekte umfassen wird. Zwei Konzerte wurden bereits unter Corona-Bedingungen gespielt, eines beim „Paris Festival ManiFeste“ und ein weiteres in der Philharmonie.

Wegen der aktuell geltenden Einschränkungen mussten derweil die geplanten internationalen Tourneen durch Australien und Kanada vorerst auf Eis gelegt werden. Nichtsdestotrotz  biete die kommende Saison den Musikern der „United Instruments of Lucilin“ genügend Chancen, ihren Platz im Ausland zu festigen, dies durch Auftritte beim bereits erwähnten „Festival ManiFeste“ in Paris, genau wie in den Niederlanden beim Festival „November Music“, in Norwegen in der Reihe
„AvGarde de Bergen“ und beim Festival „Musica y Danza“ im spanischen Granada - ein Ziel, das nun jede Saison im Programm von Lucilin vertreten sein wird.

Viele Stationen in Luxemburg

„Im Allgemeinen sind es die großen internationalen Tourneen und Koproduktionen, die auf die nächste Saison verschoben werden. Die Saison 20/21 steht daher umso mehr im Zeichen nationaler Projekte“, teilte die Lucilin-Direktion vor kurzem mit. Dazu gehören etwa das neue interdisziplinäre Großprojekt „Begegnungen“ von Camille Kerger (im März im TNL), „FastForward - 20+1 ans Lucilin“, das Jubiläum, das am 2. Mai in der Philharmonie gefeiert wird, sowie eine Kollaboration mit dem Kinneksbond, wo das neue Werk „Play Smart“ von Roby Steinmetzer mit dem luxemburgischen Musiker Philippe Schwartz vorgestellt wird (am 16. Juni).

Weitere Stationen legen die Lucilin-Musiker mit ihren Projekten im „Casino Luxembourg“, im neimënster und in der „Cinémathèque“ ein. Auch die eigenen Lokalitäten im Carré in Hollerich werden bespielt. Auf dem Programm steht etwa eine Reihe an Hauskonzerten. Wieder aufgenommen wird dort auch das Kinderspektakel „De Momo“. Im Rahmen der Veranstaltung „rainy days“  wird am 13. November der gesamte Bereich des Carré noch dazu in eine spezielle Klangatmosphäre getaucht.

Ausblick auf 2021/2022

In der Spielzeit 2021/2022 werden dann mehrere internationale Projekte vorgestellt. Ein erstes richtet sich an Kinder, geschrieben von Toshio Hosokawa (für Musiker und Erzähler). Auch ein neues Abenteuer mit Alexander Schubert (Gestalter des „Black Mirror“ /Gantenbeinsmillen 2016), diesmal in Virtual Reality, wird in Angriff genommen, ebenso wird die neue Oper von Hector Parra und Calixto Bieito vorgestellt und schließlich das große Projekt „33,7“, das für Esch2022 konzipiert wird und in dessen Rahmen Lucilin eine fast zweitägige Live-Aufführung in der Kulturfabrik vorschlagen wird, um über den Weg der Musik die für die Region charakteristische Bevölkerungsvielfalt nachzuzeichnen.

Das genaue Programm unter www.lucilin.lu/agenda