LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Direktionskomitee der CNS segnet einstimmig den Haushalt 2015 ab

Mit einem leichten Defizit von 900.000 Euro wird die CNS voraussichtlich das nächste Jahr abschließen - bei Gesamtausgaben von über 2,6 Milliarden ein Klacks sozusagen. Eigentlich soll der Überschuss 42,7 Millionen Euro betragen, 43,6 Millionen werden aber in die Reserven fließen. Der mittlerweile angehäufte Überschuss beträgt dann noch 60,4 Millionen, die das Polster der CNS darstellen. Dazu kommen 257,4 Millionen Euro, die sich insgesamt im „Fonds de roulement“ befinden und die gesetzlich festgelegte Reserve darstellen.

Reserven wieder auf 10 Prozent der Jahresausgaben angewachsen

Mittlerweile beträgt diese Reserve auch wieder 10 Prozent der jährlichen CNS-Ausgaben. 2010 hatte man ja die Reserven angreifen müssen, die dann ab 2012 von 5,5 Prozent auf wieder 10 Prozent im nächsten Jahr nach und nach aufgefüllt wurden.

Provisioniert sind mittlerweile auch die Schulden, die sich 2012 und 2013 bei ausländischen Krankenhäusern angesammelt haben: 120 Millionen 2014, 60 Millionen 2015, 20 Millionen 2016. Diese Eckdaten für das Budget 2015 der Gesundheitskasse wurden am Mittwoch einstimmig vom CNS-Direktionskomitee angenommen.

Die CNS geht dabei von einem Wachstum der beitragspflichtigen Gehälter um 3 Prozent 2015 und jeweils 3,2 Prozent 2016 und 2017 aus. Die gute Kassenlage hat aber auch ihren Preis: Die Tarife der Privatlabore werden um 20 Prozent gekürzt, die Tarifverhandlungen mit Ärzten, Apothekern und anderen Gesundheitsdienstleistern sind 2015 und 2016 ausgesetzt und ihre Tarife werden auf dem Niveau von 2014 eingefroren.

Die Krankenhausbudgets steigen dagegen in den nächsten zwei Jahren um vier und um drei Prozent an: Auf 863,1 Millionen beziehungsweise 889 Millionen Euro im Jahr 2016.