ECHTERNACH/ERNZENINGO ZWANK

30 Urzeittiere ziehen in den neuen Dinosaurierpark in Ernzen ein

Die Urzeitfamilie bekommt Nachwuchs: Ganz gleich, zu welcher Tageszeit man in der Ortsmitte von Irrel unterwegs ist, immer sieht man Kinder und Erwachsene bei dem großen Triceratops, dem Dinosaurier mit den markanten Hörnern und dem Nackenschild. So lebendig sieht das lebensgroße Modell des Urzeittieres aus, dass es einfach jeden fasziniert, der an ihm vorbeikommt (das „Journal“ berichtete).

Styracosaurus und ein T-Rex-Junges

Jetzt erhielten die drei Saurier im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet, die als Werbe-Botschafter für den künftigen Dinosaurierpark Teufelsschlucht posieren, Verstärkung: Zwei Lastzüge mit 30 weiteren lebensgroßen Rekonstruktionen für den Park trafen in Ernzen unweit von Echternach auf dem Plateau ein.

Darunter auch ein Styracosaurus, der gleich nach seiner Ankunft umgeladen und zu seinem neuen Werbestandort auf dem Neuerburger Markt gebracht wurde. Die übrigen Urzeittiere bezogen ihr Winterquartier auf dem Gelände des Parks , wo viele verschiedene Lebewesen aus den unterschiedlichsten Erdzeitaltern friedlich nebeneinander leben werden: Da ist zum Beispiel der Edaphosaurus mit dem auffallenden großen Rückensegel. Er lebte vor 300 Millionen Jahren im späten Karbon und war längst ausgestorben, bevor es die ersten Dinosaurier gab. Oder der Plateosaurus, der auch der „schwäbische Lindwurm“ genannt wird. 1834 wurden Überreste erstmals nahe Nürnberg gefunden. Der bis zu drei Meter hohe zweibeinige Saurier aus der Trias-Zeit lebte vor mehr als 200 Millionen Jahren und gehört zu den ersten pflanzenfressenden Dinosauriern.

Aus dem Jura und der Kreide, dem eigentlichen Zeitalter der Dinosaurier, stammen mehrere neue Parkbewohner: Etwa der Ceratosaurus mit dem Nasenhorn und den Brauenhörnern, ein auf zwei Beinen laufender Fleischfresser. Oder Kentrosaurus mit den spitzen Rückenstacheln. Mit ihm kam der bekannteste Dinosaurier überhaupt, der Tyrannosaurus Rex, in die Eifel. Zunächst reiste ein T-Rex-Jungtier an, das aber nicht allein bleiben wird.

Vor 65 Millionen Jahre starben die Dinosaurier aus, die Vögel überlebten. Der Transporter brachte auch das Modell des sehr großen und robusten, aber flugunfähigen Laufvogels Diatryma aus dem Tertiär mit. „Es ist also noch einiges zu erwarten“, versprachen Bruno Zwank, Geschäftsführer der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH, und Verbandsbürgermeister Moritz Petry, der sich gleich einmal als Dino-Reiter versuchte und einen kleineren Zeitgenossen für den Park zuritt.


Im Dinosaurierpark Teufelsschlucht (zehn Minuten von Echternach entfernt) werden künftig mehr als 100 lebensgroße Rekonstruktionen aus der Erdgeschichte zu sehen sein; die Homepage des Dinosaurierparks www.dinopark-teufelsschlucht.de ist im Aufbau