STEINFORT
PATRICK VERSALL

3. „Schmelz Kultur Stengefort“-Festival vom 18. bis 27. Juli

Da lacht das Herz: Überall wird der Rotstift angesetzt, kämpfen Kulturfestivals ums nackte Überleben und dann kommt eine Hand voll engagierter Kunstfreunde, die mit der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde ein Kulturfestival auf die Beine stellen, das die Karte der kulturellen Vielfalt voll ausspielen möchte. Am 18. dieses Monats beginnt nun die dritte Auflage des „Schmelz Kultur Stengefort“. Fokussierte man sich anfangs auf das Theater, so öffnete man seit der zweiten Auflage anderen Kunstformen und präsentiert dieses Jahr unter dem Motto „Imagine“ Theater, Musik und Tanz.

Langsam wachsen

Das Konzept der Veranstaltung hat Kopf und Fuß, die Koordinatoren sind geerdet und vor Größenwahnsinn gefeit. In den kommenden Jahren möchte man weiter wachsen, heißt es in Steinfort. Internationale Stars von Rang und Namen wird der verwöhnte Festivalgänger auch in Zukunft vergebens in der Programmbroschüre suchen. Die beiden Koordinatoren Paul Christophe und Claude Faber möchten den alternativen Charakter ihrer Veranstaltung wahren, indem sie auf eine Mischung aus jungen vielversprechende Kreativen aus Luxemburg und der Großregion sowie auf eine Auswahl aus etablierten, international erfolgreichen Künstlern setzen, die eine gewisses Renommee genießen, aber dennoch erschwinglich sind.

Kurzfilmwettbewerb

„Wir wollen gezielt die Nachwuchskünstler unterstützen, was in manchen etablierten Häusern nicht immer der Fall ist“, unterstreicht Claude Faber. So bekommen luxemburgische Kreative wie die Luxemburger Theaterpädagogin Catherine Elsen, die beiden Jung-Regisseure Marc Weber und Marc Simon oder der Musiker Luc Hemmer die Gelegenheit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen und somit auf sich aufmerksam zu machen.

Nachwuchstalente wie auch einige alte Hasen konnten als Leiter unterschiedlicher Workshops gewonnen werden, die unter dem Namen „Schmelzateliers“ sich an ein Publikum jeden Alters richteten. Das Steinforter Festival ist in diesem Jahr auch Künstlerresidenz für einige Theatertruppen, die vor Ort ein Stück ausarbeiten, das am 27. Juli unter dem Namen „Imagine“ aufgeführt wird.

Das Festival, das einst mit Theatervorstellungen und Ausstellungen begann, möchte in dem kommenden Jahr vermehrt den einen oder anderen Programmzweig weiter ausbauen. Man spiele mit dem Gedanken, im kommenden Jahr im Rahmen des Festivals einen Kunstfilmpreis zu organisieren, so die beiden Koordinatoren Christophe und Faber. Durch das nochmals gesteigerte diesjährige Angebot in diesem Jahr hofft man in Steinfort auch auf ein Plus an Besuchern. Waren es in den vergangenen beiden Jahren um die 1.000, so rechnen die Organisatoren ab dem 18. Juli mit über 1.500 Besuchern.

www.schmelzkultur.steinfort.lu