LUXEMBURG
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„MemoShoah Luxembourg“ warnt vor politischen Entwicklungen in Europa

Es sieht so aus, als könnte der menschenverachtende Geist von Faschismus und Nationalsozialismus in Europa wieder Fuß fassen. Dem wollen, müssen und werden wir entgegenwirken.“ Dies erklärte die Organisation „MemoShoah Luxembourg asbl“ anlässlich ihrer Hauptversammlung in Luxemburg-Cents.

„Es ist wichtiger denn je über die Shoah und andere Völkermorde aufzuklären - aber auch darüber, was zu diesen Entwicklungen geführt hat und möglicherweise wieder führen könnte. Deshalb werden wir uns in Zukunft vor allem an junge Menschen richten. Sie sollen nicht Opfer von Verschwörungstheorien oder Geschichtsrevisionismus werden.“

Der neue Vorstand hat ein Maßnahmenpaket von 15 Projekten beschlossen, die ab sofort konzeptioniert und nach und nach realisiert werden. Es handelt sich dabei unter anderem um einen Dokumentarfilm, eine Buch-Publikation, Konferenzen, Ausstellungen, Gedenkkonzerte, die Initiierung von pädagogischen Projekten und den Aufbau einer Shoah-Bibliothek. Viele Projekte werden in Partnerschaft mit anderen Organisationen in Luxemburg verwirklicht.

Die Vereinigung möchte sich zudem aktiv im Rahmen der Ausrichtung der Luxemburger Präsidentschaft der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) einbringen, die vom 1. März 2019 bis zum 1. März 2020 dauern wird.

Aus dem Vorstand der Vereinigung ist einer der bisherigen Vorsitzenden, Claude Marx, aus Altersgründen ausgeschieden. Er wird der Organisation weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Die neue kollegiale Präsidentschaft wird geführt von Jeannot Aach und Jim Goerres. Sekretärin bleibt Monique Dabé; Schatzmeister ist wieder Bob Goerens.

Eine Statutenänderung soll es der Vereinigung in Zukunft ermöglichen, im Falle einer Holocaustleugnung als Nebenkläger vor dem Strafgericht auftreten zu können. Die neue Zielsetzung wurde auf die Bereiche Antisemitismus und Rassismus erweitert, so dass „MemoShoah“ ebenfalls in solchen Fällen klagen könnte.