Derweil sich die Grillsaison hierzulands vorsichtig ihrem Ende zuneigt, hat diese bei unseren Brüsseler Nachbarn seit gestern erst so richtig angefangen. Statt lecker Grillinger und deliziöser Mettwürste landen hier allerdings die designierten EU-Kommissare und -innen auf dem Brutzelblech, müssen diese sich bis zu ihrer definitiven Ernennung doch noch bei den Europaabgeordneten lieb Kind machen, also so tun, als hätten sie eine Ahnung von dem, was sie bislang vielleicht noch nie getan haben, zukünftig aber tun sollen. Oberkommissar Juncker, der die Röstübung bereits hinter sich gebracht hat („das war nicht unbedingt angenehm, aber es gehört nun einmal dazu“, so Juncker im „Wort“), geht dann auch davon aus, dass seine Kommissare „dem Parlament bestmöglich Rede und Antwort stehen“: „Das mag für den einen schwieriger werden als für einen anderen, aber das ist nun eben so“.

Sein europaparlamentarischer Counterpart Martin Schultz ist da weit weniger optimistisch, wie er gestern gegenüber dem ZDF-„Morgenmagazin“ eingestand: „Erfahrungsgemäß gehen nie alle Kandidaten durch. Wen es jetzt trifft, darüber kann ich nicht spekulieren.“ Wir tippen mal auf... (Auflösung am 7. Oktober - versprochen)