LUXEMBURG
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Sécurité Routière gibt Tipps für ein sicheres Schulweg-Training

Nach dem Ende der Sommerferien beginnt für die Erstklässler der Ernst des Lebens. Für die Autofahrer bedeutet dies: Erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, vor allem im Umkreis von Schulen und in Wohngebieten. Wenn ein Kind erst am ersten Schultag als Fußgänger mit dem Straßenverkehr und all seinen Tücken konfrontiert wird, ist es schlichtweg überfordert - und dies stellt eine absolute Gefahr für den jungen Verkehrsteilnehmer dar. Daher sollte der Schulweg im Vorfeld mehrfach mit dem Kind durch die Eltern trainiert werden.

Die Sécurité Routière rät, dass die Eltern mit den Kindern gemeinsam den sichersten Schulweg festlegen sollen. Dabei ist der sicherste Weg nicht immer der kürzeste, betonen die Experten. Generell sollte der Weg so gewählt sein, dass das Kind die Straße möglichst wenig überqueren muss. Beim Überqueren sollte man möglichst sichere Übergänge suchen wie Verkehrsampeln, Unter- und Überführungen, Zebrastreifen, auch wenn das einen kleinen Umweg bedeutet.

Zebrastreifen sind nicht hundertprozentig sicher

Obwohl der Fußgänger am Zebrastreifen Vorrecht hat, wenn er seine Absicht zu überqueren zeigt, sollten Sie Ihrem Kind klar machen, dass es sich keinesfalls blindlings auf dieses Recht verlassen darf. Auch hier sollte es warten, bis kein Fahrzeug mehr kommt oder die Fahrzeuge auch wirklich anhalten. Blickkontakt zum Fahrer suchen, um zu überprüfen ob er es auch wirklich gesehen hat. Das Überqueren der Fahrbahn an unübersichtliche Stellen, zwischen geparkten Fahrzeugen wie vor Kurven sollte möglichst vermieden werden.

Zwischen zwei Autos hindurch

Oft bleibt dieses Szenario jedoch nicht erspart und es bleibt dem Kind keine andere Wahl, daher muss es auch auf diesen Fall vorbereitet sein - eben zwischen zwei Autos hindurch. Vom Bürgersteig aus soll man in die Autos sehen, um sich zu vergewissern, dass der Fahrer nicht gleich wegfahren will. Dann zwischen den Autos bis an die Sichtlinie gehen, das bedeutet so weit vorgehen, bis das Kind die ganze Fahrbahn nach beiden Seiten überblicken kann und bis die herannahenden Fahrzeuge das Kind sehen können. Wichtig bei der Übung an der Verkehrsampel ist, dass das Kind nicht blind auf das Farbsignal reagiert, und bei Grün losläuft, sondern auch auf eventuell abbiegende Fahrzeuge achtet, betonen die Verkehrsexperten der Sécurité Routière. Auch sollte der junge Verkehrsteilnehmer lernen, zügig weiterzugehen, wenn die Ampel auf Rot schaltet.