LUXEMBURG
MADY LUTGEN

Modedesignerin Kathelijne Schaaphok vom neuen Modelabel „Bi NKa bi-Fashion“im exklusiven „Journal“-Interview

Die Hilfsorganisation „Bi Nka bi“ sammelt Kleider für bedürftige Menschen in Afrika. Unter den gesammelten Textilien befinden sich auch manchmal sehr wertvolle, alte Objekte, Markenartikel, mit denen die Organisation nicht viel anfangen kann. So entstand die Idee, mit diesen alten Kleidern neue zu schneidern. Da kam Kathelijne Schaaphok ins Spiel. Sie näht aus den alten Kleidern neue Kreationen. Am Mittwoch stellte die Künstlerin ihre Werke mit weiteren Designern im Rocas in der Innenstadt aus. Kathelijne ist mit vollem Herzen bei ihrer Arbeit. Ihre Kreationen sind mit viel Liebe zum Detail per Hand gearbeitet.

Was ist das Schwierige an dieser Art des Schneiderns?

Kathelijne Schaaphok Ich muss zuerst die alten Sachen komplett auseinander nehmen. Nun sehe ich, wie viel Stoff das Stück hergibt, und erst dann, kann ich anfangen zu designen. Normalerweise beginne ich immer mit dem Design und kaufe mir dann den Stoff dazu: Hier ist es umgedreht, was sich nicht immer als einfach erweist.

Nähst Du auch Accessoires?

Schaaphok Ja. Für die Weihnachtsmärkte habe ich mir gedacht, dass Accessoires gut ankommen, da man ja selten ein ganzes Kleid schenkt. Ich bekam von einer alten Dame viele schöne Knöpfe. Dann kam eins zum anderen und plötzlich kam mir die Idee, Schals, Fliegen und Gürtel zu machen.

Ein Teil von dem Erlös des Verkauften geht nach Afrika?

Schaaphok Ja genau. Da ich die alten Kleider ja von „Bi Nka bi“ bekomme, steht ein Teil des Erlöses an der Organisation zu. Mit dem Geld hilft sie Menschen in Afrika.

Wirst du auch noch ganze Kollektionen damit machen?

Schaaphok Ja, im Frühjahr werde ich meine Kollektion, für Frauen und für Männer vorstellen. Ich werde aber auch in meinem Atelier in Dommeldingen „im Bamhaus“ Workshops anbieten und auch ab und zu das Atelier zum Verkauf der Artikel öffnen.

Kannst Du in Luxemburg als Modedesignerin von Deiner Arbeit leben?

Schaaphok Ich übe meinen Beruf aus, weil ich ihn liebe, nicht um damit das große Geld zu verdienen (lacht).

Wie sieht die Zukunft von „Bi NKa bi-Fashion“ aus?

Schaaphok Neben der Kollektion, die, wie gesagt, im Frühjahr erscheinen wird, bin ich auch dabei, an einer Internetseite und an einem Online-Shop zu arbeiten. Heutzutage ist es extrem wichtig, seine Kollektionen auch online anzubieten.


www.bamhaus.lu