CLAUDE KARGER

Achtung. Es wird scharf geschossen zwischen Berlin und Paris. Und unser Außenminister ballert fröhlich mit. Das jedenfalls meldet der deutsche Fernsehsender n-tv unter dem Titel „Luxemburg stänkert gegen Merkel“. „Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn geht hart mit Kanzlerin Angela Merkel ins Gericht. Er gab ihrem Haus, dem Berliner Kanzleramt, eine Mitschuld am entstandenen Eindruck, Frankreichs Präsident François Hollande wolle vor der Bundestagswahl keine Reformentscheidungen mehr treffen, weil er auf einen Regierungswechsel in Berlin setze. „Aus den Vorzimmern des Kanzleramtes dar nicht aus dem Hinterhalt geschossen werden“, mahnte Asselborn“, wie n-tv berichtet. Na, ob Madame Merkel solche Warnschüsse goutiert, bei denen vielleicht auch ein Quäntchen innenpolitisches Match mitschwingt? Die LSAP ist bekanntlich nicht sonderlich erbaut über JCJs Engagement an der Seite der CDU-Chefin im deutschen Wahlkampf. Ansonsten bemüht sich unser Diplomatiechef, der regelmäßig gegen Merkel holzt, aber um Entspannung. Nachdem er Genosse François kürzlich im Elysée beriet, bemüht sich der ehrliche Makler nun den Eindruck einer Verstimmung zwischen Paris und Berlin zu zerstreuen. Bis zum nächsten Mal.