SAINT-VINCENT (I)/LUXEMBURG
PATRICK WELTER

In den Alpen unterwegs mit dem Mercedes-Benz GLC Coupé

Das Aostatal zeigt sich von seiner besten Seite als die Gruppe der Testwagen die nordwestlichste Region Italiens zuerst auf der Autobahn und dann auf schmalen Bergstraßen erkundet.

Die Baureihe GLC steht bei Mercedes-Benz für mittelgroße SUV. Die Vorgängerbaureihe hieß noch GLK. Um die Verwandtschaft zur C-Klasse zu betonen, wurde beim Modellwechsel das „K“ gegen „C“ getauscht. Ebenso wurde aus dem größeren ML der GLE (analog zur E-Klasse). Jetzt hat Mercedes-Benz beim GLC die Karosserieversion „Coupé“ nachgeschoben. Das Auto ist weiterhin ein allradgetriebener Fünftürer, allerdings mit einem ab der B-Säule abfallenden Dach und einer sehr flach stehenden Heckklappe. Die Coupéform sitzt aber immer noch auf einem mächtigen Unterbau.

Breite Motorenpalette

Das GLC ist von der Motorseite her breit aufgestellt: Man hat die Wahl zwischen vier Dieseln, drei Benzinern und einem Plug-in-Hybrid. Den Einstieg bildet der GLC 200 d Coupé mit 136 PS. Zusätzlich umfasst das Angebot die Vierzylinder-Diesel GLC 220 d und GLC 250 d mit einem Leistungsspektrum von 170 PS bis 204 PS. Der 258 PS starke GLC 350 mit V6-Dieselmotor soll starke Fahrleistungen mit moderaten Verbrauchswerten kombinieren.

Ein sportliches Fahrverhalten versprechen die Benzinmodelle GLC 250 mit 211 PS und GLC 300 4MATIC mit 245 PS. An der Spitze steht der Mercedes-AMG GLC 43. Der V6-Biturbomotor leistet 367 PS und beschleunigt das wuchtige Auto in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Mercedes-Benz bietet mit dem GLC 350 e auch einen Plug-in-Hybriden mit einer Systemleistung von 320 PS an.

Praxis erfahren

Verarbeitung, Haptik und Ergonomie sind ohne Fehl und Tadel. Ebenso wie das Automatikgetriebe. Nach vorne ist das GLC-Coupé überraschend übersichtlich, beim Blick nach hinten hilft eine Kamera mit der Coupéform zurecht zu kommen. Die verschiedenen Fahrwerks- und Motorenprogramme lassen ein völlig individuelles Fahren zu. Von zart bis hart. Durch die kompakte Länge von etwa 4,80 bewegt er sich auch in Serpentinen flink.

Bei Testfahrten mit dem Benziner GLC 300 und dem Diesel GLC 250 d zeigte sich der Diesel, obwohl formal schwächer an Leistung, als die bessere Wahl. 204 PS aus einem aufgeladenen 2,2 Liter Diesel bringen mehr Schwung (500 Nm) als ein Zweiliter Benziner mit 245 PS (370 Nm). Der Diesel passt, es muss nicht einmal der dicke V6 sein.