FINDEL
MARCO MENG

Grund zu feiern: Vor 20 Jahren erweiterte LuxairCargo das Cargocenter am Findel

LuxairCargo feiert den Ausbau des Cargocenters am Findel. Zwanzig Jahre ist es her, dass die LuxairCargo-Direktion die Erweiterung des Frachtzentrums am luxemburgischen Flughafen um 28 Hektar angestoßen hat, weil damals der Flughafen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war, wie am Dienstag Luxair-Chef Adrien Ney den geladenen Gästen mitteilte. Darunter die früheren Bürgermeister der anliegenden Gemeinden, der ehemalige Flughafenchef Fernand Brisbois wie auch Gäste aus China. Die Luxair-Tochter LuxairCargo fungiert als Betreiber des Cargocenters am Findel, vor allem als Frachtabfertiger für die Frachtairlines, zu deren größten Cargolux, Panalpina oder seit neuestem Qatar Airways Cargo zählen.

„Es ging damals nicht nur um die Erhöhung der Tonnage, sondern auch um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, sagt der Luxair-Chef. Die über den Findel abgewickelte Tonnage nähert sich wieder der Rekordmarke von 900.000-Tonnen. Abgesehen von einem Rückgang in der Finanzkrise stieg der Frachtumschlag kontinuierlich an, so dass mittlerweile mehr als 1.200 Menschen direkt im Cargocenter des Flughafens arbeiten, „und indirekt sind es noch mehr“, erklärte Ney. Das Cargocenter am Findel sei also durchaus eine Erfolgsgeschichte, unterstreicht der Luxair-Chef, und das mache das Cargocenter nicht nur für Luxemburg, sondern für die gesamte Großregion bedeutsam. Derzeit baut Luxair neben dem Cargocenter eine neue Lagerhalle für rund eine Million Euro Investitionen.

Be- und Entladekapazität wird erhöht

Derzeit bietet das Cargocenter acht großen Frachtflugzeugen des Typs Boeing 747 Platz, um gleichzeitig be- und entladen zu werden. Wie François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, mitteilte, wolle die Regierung weiterhin investieren, um das Wachstum des Frachtumschlagplatzes Findel zu unterstützen. Nächstes Jahr würde darum mit dem Bau vier weiterer Parking-Lots für Flugzeuge begonnen, wodurch die Kapazität der Flugzeugbe- und entladungen erhöht wird. Kommendes Frühjahr wolle die Regierung zudem einen Gesetzesentwurf zur Finanzierung der Erneuerung der 4.000 Meter langen Rollbahn auf dem Flughafen vorlegen, damit Anfang 2018 mit den notwendigen Arbeiten, die zwei Jahre dauern werden, begonnen werden kann. Schwierigkeiten sieht der Minister durch die neuen EU-Subventions-Regelungen, darum müssten die Arbeiten auch jetzt zeitnah durchgeführt werden. „Jetzt können wir noch zu 50 Prozent subventionieren, später nicht mehr“, erläutert Bausch.

Johan Vanneste, Chef des Luxairport, verweist darauf, dass der Findel der fünftgrößte Frachtflughafen Europas ist. Das Volumen verdeutlichte er anschaulich: „Das heißt, zwei Prozent der gesamten Weltluftfracht wird über Luxemburg abgewickelt“. Vanneste zufolge punktete der Findel mit seinen speziellen Angeboten wie der Veterinärstation- und Zertifizierung, die den Transport lebender Tiere erlaubt, sowie das Pharma-Healthcare-Center mit speziellen Lagermöglichkeiten, das 2014 hinzukam. Nach zweijähriger Bauzeit war die Erweiterung des Cargocenters 1996 fertiggestellt: Seitdem wurden hier 13 Millionen Tonnen umgeschlagen. „Als wird das Cargocenter vor 20 Jahren erweiterten, waren wir eine Referenz im Luftfrachtsektor - und das sind wir auch heute noch“, schloss Vanneste.

Lëtzebuerger Journal