In der luxemburgischen Start-Up-Szene wimmelt es nur so vor kreativen Köpfen. Die Aktivität hat in den vergangenen Jahren definitiv zugenommen und auch immer mehr Events versuchen, den Mitgliedern dieser Community den IT-Sektor in all ihren Facetten zu zeigen. Doch wie kommt man eigentlich in diesen Bereich hinein? Die „Geek“-Gemeinde mag aktuell noch klein sein, vor allem im Vergleich mit anderen Ländern, doch das bedeute nicht, dass sie übersichtlich ist oder es leicht ist, einen Weg in sie hinein zu finden. Doch das könnte sich mit einer Initiative etwas ändern.
Kein Hinderniskurs
Die „Geek Week Luxembourg“ ist eine Initiative, bei der verschiedene Mitglieder der Geek-Gemeinde versuchen, unterschiedliche Events innerhalb einer einzigen Woche, in diesem Fall zwischen dem 1. Und dem 7. Juni, zu organisieren. Die Köpfe dahinter sollten zumindest Insidern zu einem gewissen Maße bekannt vorkommen. Katarzyna Switalska, einer der Frauen hinter den GeekGirlCarrots, Joanna Gizewska, Valentina Agostini und Muhammad Waqas Butt wollen hier eine Plattform aufstellen, nicht um sich selbst zu zeigen und ihr Können zu demonstrieren, sondern um anderen die Gelegenheit zu bieten, sich darzustellen. Dies soll mit Workshops, mit Präsentationen oder Meetings innerhalb dieser Woche geschehen und jeder darf präsentieren und teilnehmen.
Diese leichte Zugänglichkeit ist logisch, denn nicht alle unter den Organisatoren kommen aus den Tiefen des ICT-Bereichs. Zwar sei man dort nicht unbewandert, aber auch keine absoluten Spezialisten. „Aber wir wollen uns weiterbilden, uns verbessern“, bestätigt Katarzyna Switalska und verweist auf die vielen Workshops, die mittlerweile in Luxemburg organisiert werden. Doch das Konzept ist nicht unbedingt einfach an die Menschen zu bringen. So werden viele Fragen von Interessenten gestellt, was teilweise auch daran liegt, dass es keine erste Ausgabe gibt, auf die man als Referenzpunkt verweisen könnte. Dabei ist das eigentliche Konzept ziemlich simpel: „Wir wollen einfach alles, was da ist, in einer Woche Zeiten“, erklärt Katarzyna Switalska.
Hinzulernen und Kontakte knüpfen
Obwohl er zu Beginn noch relativ leer aussah, hat sich der Terminkalender mittlerweile etwas gefüllt. Bemerkenswert ist hier, dass eine Mehrzahl der Angebote sich an Kinder und Jugendliche richten: So findet man aktuell einen Workshop zum Lernen von Programmiersprachen für Kinder und Erwachsene sowie ein Angebot des CoderDojo, das sich an die Altersgruppe von zwölf bis 18 Jahre richtet. Muhammad Waqas Butt betont zusätzlich, dass es nicht darum geht, nur eine Seite des Sektors zu zeigen, sondern eine breite Palette dessen, was es so gibt. Deshalb ist es wichtig, die Barrieren niedrig zu halten, auch wenn die einzelnen Kurse schon gewisse Grundkenntnisse voraussetzen. Typisch sind deshalb die monatlichen Treffen, die genau in diesen Zeitraum fallen: Sowohl das Treffen der GeekGirlCarrots, einer Vereinigung, die sich für Frauen im IT-Sektor einsetzen, als auch das Treffen von Level2, das eher als ein soziales Event bezeichnet werden kann, sind bereits in dieser Woche geplant. Lockere Treffen machen auch Sinn, denn die Events sollen auch als eine Art Knotenpunkt herhalten: Man soll die Möglichkeit erhalten, Kontakte zu den Organisatoren und anderen Mitgliedern der Start-Up-Community zu erhalten. „Ich war bereits auf vielen Events, doch oft ist es schwierig, sich mit den Organisatoren zu treffen und sich besser kennen zu lernen“, erzählt Katarzyna Switalska.
Mehr Informationen finden Sie auf geekweeklux.lu



