LUXEMBURG
EMILE GUTENKAUF

Für Radfahrer ist es nicht angenehm, wenn sie von Autos mit nur sehr engem Abstand überholt werden. Mit der Petition 1030 „Améliorer la sécurité des cyclistes sur la voie publique” will Emile Gutenkauf erreichen, dass Verkehrsschilder Autofahrer dazu ermutigen, mit einem Abstand von 1,50 Meter zu überholen.

„In meiner Petition 1030 geht es darum, die Strecken von ausgewiesenen Radwegen, die sich aus irgendwelchen Gründen den Weg über ein paar Kilometer mit der öffentlichen Straße teilen müssen, sicherer zu machen. Ziel ist es, Autofahrer dafür zu sensibilisieren, den kompletten Verkehrsraum auszunutzen und somit beim Überholen mit circa 1,50 Metern Abstand an Radfahrern vorbeizufahren. Dafür müsste man nur zu den bestehenden Hinweisschildern, die den Radfahrern den Radweg zeigen, ein Zusatzschild anbringen, das dazu anregt, eben diesen Abstand von 1,50 Metern einzuhalten.

 Wenn Autofahrer beim Überholen nur geringen Abstand halten, löst das beim Radfahrer Angstgefühle aus: Man spürt durch den deutlich starken Seitenwind eine unangenehme Nebenwirkung, ähnlich wie wenn ein Lastwagen an einem Auto vorbeifährt und dann das ganze Auto wackelt. Es wäre gut, wenn es noch mehr von der Fahrbahn abgegrenzte Radwege gäbe. Doch manchmal sind durch die topographischen Begebenheiten keine getrennten Radwege möglich. Unglücklicherweise sind gerade diese Strecken aber auch oft genau diejenigen, die zu sehr schnellem Autofahren verleiten, was dem Radfahrer nicht unbedingt ein Gefühl der Sicherheit gibt bei schnellen Überholmanövern.

Prinzipiell ist Radfahren in Luxemburg sicherer geworden, vor allem aber auch dadurch, dass viele Freizeitradfahrer lieber auf getrennten Radwegen ihrer Leidenschaft nachgehen. Das ist aber nicht immer möglich und in diesem Falle hat der Radfahrer bei einem Unfall die schlechteren Karten, wie auch beispielsweise ein Mopedfahrer. Die Sicherheit auf den Straßen für Radfahrer in Luxemburg ist meinem Gefühl nach in den vergangenen Jahren sicherer geworden. Aber es gilt eben immer noch: Verbesserungen sind immer möglich, wohl wissend, dass es bei beiden Fraktionen immer noch uneinsichtige Verkehrsteilnehmer gibt und sie kommen sowohl den Radfahrern als auch den Autofahrern zugute. Es gibt eben immer noch was zu tun, um die Gleichberechtigung auf unseren Straßen zu verbessern.“

Die Petition „Améliorer la sécurité des cyclistes sur la voie publique“ von Emile Gutenkauf kann noch bis zum 17. Juli unterzeichnet werden. Weitere Informationen unter www.chd.lu