LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Der 8. „Printemps des Poètes“ startet am 24. April

Lyrik: Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Regelmäßig liefert diese literarische Gattung Stoff für Diskussionen in der „Journal“-Redaktion, spätestens dann, wenn die Idee eines „Themas des Tages“ über Lyrik oder berühmte Lyriker aufkommt.

Seit nunmehr acht Jahren setzt sich auch in Luxemburg ein „Printemps des Poètes“-Komitee für die Verbreitung dieser Gattung ein, literarische Veranstaltungen finden während des gesamten Jahres statt. Den Höhepunkt bildet jedes Jahr ein dreitägiges Lyrikfestival im Frühjahr, das in diesem Jahr vom 24. bis 26. April über die Bühne geht.

„Drei Tage Begegnungen und Events“, fasste Bruno Théret, Präsident von „Le Printemps des Poètes - Luxembourg“ den lyrischen Höhepunkt des Jahres bei der gestrigen Programmvorstellung zusammen. Der Printemps steht, in Frankreich und auch in Luxemburg, unter dem Thema „Aufstand“. Im Gegensatz zu den französischen Kollegen hat das luxemburgische Komitee die 15 eingeladenen Dichtern nicht darum gebeten, dieses Thema in ihren Arbeiten, die sie vortragen, zu behandeln. Die Lyriker, darunter der luxemburgische Dichter Tom Nisse tragen in Schulklassen und im Rahmen der „Grande Nuit de la Poésie“ am 25. April ihre Werke in jener Sprache vor, in der sie verfasst wurden, die Zuschauer erhalten Übersetzungen der Texte. Eröffnet wird das Literaturfestival am 24. April in der Escher Kulturfabrik, ein Anliegen der „Printemps“-Organisatoren ist es, ihre Veranstaltung nicht nur in Luxemburg-Stadt anzusiedeln. „Luxemburg ist mehr als nur die Hauptstadt“, betonte Théret.

Wenig populär

Der „Printemps“ macht auch 2015 Schüler, allen voran Gymnasialschüler, mit einer literarischen Gattung vertraut die in den vergangenen Jahren an Popularität eingebüßt hat.

Am 21. April ehrt das Komitee zum vierten Mal in der Geschichte des „Printemps“ junge Nachwuchsdichter, die am „Concours Jeune Printemps“ teilgenommen haben.

Théret unterstrich die Wichtigkeit der Autorenbesuche in den Gymnasien und erklärte, dass jedes Jahr auch ganze Klassen sich an dem Wettbewerb beteiligen würden. Noch heute schrieben viele Jugendliche nur heimlich, würden sich oft nicht trauen, ihren Lehrern die Texte zu zeigen, fuhr Théret fort. Der Präsident zeigte sich erfreut, dass die Zahl junger Leute, die schreiben und am Wettbewerb teilnehmen, steigt. Des Weiteren unterstrich er, dass keineswegs nur Literaturklassen ihre Texte einreichen würden, sondern auch Klassen aus technischen Gymnasien.


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