LUXEMBURG
HELMUT WYRWICH

Nachgefragt bei der Losch-Gruppe

Was macht man, wenn man die Verkaufsräume wegen des Coronavirus geschlossen halten muss und eigentlich keine Autos verkaufen kann? „Man nutzt alle digitalen Möglichkeiten“, sagt Miriam Eisenmenger, Marketingchefin und Leiterin der Kommunikation der Losch-Gruppe. „Wir verkaufen online, haben dazu eine Plattform konfiguriert. Wir arbeiten telefonisch und per e-mail. Und wir arbeiten per Video Chat. Sollte ein Auto, über das ein Kunde mit einem Verkäufer redet, im Showroom stehen, wird es ihm im Video vorgeführt.“ Das Coronavirus hat bei der Losch-Gruppe nicht zum Stillstand der Aktivitäten geführt. Nur laufen sie anders ab. „Wir haben überall da, wo es möglich war, „Homeoffice“ eingeführt, beginnen nun aber langsam wieder, das Unternehmen hochzufahren“, erzählt sie. In den Werkstätten beginnt die Arbeit wieder. Losch hat extreme Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. „Masken und Desinfektionsmittel werden gestellt. Wir haben Plexiglas-Trennwände eingezogen. Wenn uns jemand seinen Wagen überlässt, wird auch der Schlüssel zunächst einmal desinfiziert.“ Und wann kann man wieder einen neuen VW übernehmen? „Wer vor der Krise bestellt hat, hat eine Chance, seinen Wagen in den nächsten Wochen zu erhalten. Wenn jemand jetzt kauft, hängt es davon ab, wann VW die Produktion wieder aufnimmt. Wir müssen mit unseren Kunden schauen, wie groß die Verzögerung dann ist. „Insgesamt“, sagt Miriam Eisenmenger, „hat das Virus uns gezeigt, wie man mit modernen Kommunikationsmitteln ein Unternehmen zumindest teilweise in einer solchen Krise weiterführen kann. Diese Erfahrungen werden unsere Arbeitswelt verändern.“