LUXEMBURG
SW

Mit dem Tod ist noch lange nicht Schluss: Jacksons musikalische Veröffentlichungen seit 2009

Zu Lebzeiten war Michael Jackson ein produktiver Künstler. Dies zeigte sich in der Zeit als Teil der „Jackson 5“ wie auch während der Solo-Karriere. Dass er ein Perfektionist war, sollte nicht nur sein Verhängnis werden. Sondern der Familie auch einen riesigen Schatz unveröffentlichter Songs hinterlassen.

Bisher hat „Sony Music Entertainment“ nur einige Mal groß in diese Schatzkiste gegriffen, unter anderem um zwei „neue“ Alben zu produzieren. Die Reaktion auf diese als „durchwachsen“ zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Viele Fans bestreiten bei einigen Tracks, dass Jackson überhaupt darauf zu hören sei. 2010 veröffentlichte Sony mit „Michael“ ein erstes Album mit solchem Material. Von Kritikern eher skeptisch aufgenommen, hat das Album heute vor allem ein Problem: Es lässt sich als nicht Eingefleischter schwer in der Historie einordnen. Unter welchen Umständen die Tracks produziert wurden und wie die finalen Fassungen erstellt wurde ist für einen Laien kaum verständlich. Wie sehr die Überarbeitung die Tracks veränderte, ist dementsprechend schwer zu beurteilen. Tatsache ist, dass nur wenige davon sich wirklich hervortun.

Das Problem umschiffte man vier Jahre später bei „Xscape” indem neben den überarbeiteten Versionen der Tracks auch die Originalversionen zu hören waren. So konnte sich jeder ein Bild darüber machen, inwiefern die Überarbeitung der ursprünglichen Version dem unvollendeten Track treu blieb. Kommentare der Produzenten helfen, einen weiteren, tieferen Einblick in das Werk zu haben. Ein Stück mehr Kontext gönnte man sich bei der Wiederveröffentlichung der „Bad“-Platte 2012 zum 25.

Geburtstag des Klassikers. Auf einer zweiten CD wurden erstmalig zahlreiche Songs, die während der „Bad“-Sessions aufgenommen wurden, es jedoch nicht auf das Album schafften, veröffentlicht.