LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Ein Jahrzehnt, das wegen Songs, Filmen, Zauberwürfel und Walkman Kultstatus hat

Hundert Leute haben wir gefragt: Nennen Sie uns drei ikonische Dinge, drei Protagonisten der Musikszene und drei Filme, die Sie spontan mit den 1980er Jahren in Verbindung bringen. Na, kommt Ihnen die Einleitung dieser Frage bekannt vor? Richtig, Werner Schulze-Erdel stellte sie in der RTL-Kultshow der 90er Jahre, „Familien-Duell“. Da wir uns aber gerade nicht für die 90er interessieren, sondern einen Ausflug in das noch davorliegende Jahrzehnt unternehmen, haben wir auch nicht 100 Leute befragt, sondern nur die „Journal“-Redaktion. Hier das Best-of.

Foto: Shutterstock - Lëtzebuerger Journal
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Ikonische Dinge


Was wären die 80er ohne den Walkman gewesen? Im Sommer 1979 brachte Sony sein erstes tragbares Abspielgerät für Musik auf den Markt. Zwei Jahre zuvor hatte derweil bereits der Deutsche Andreas Pavel ein ähnliches Gerät zum Patent angemeldet. Nach langem Rechtsstreit musste Sony dies dann 2004 anerkennen. Der Jugend von damals war das natürlich egal: Für sie war der Walkman zu einem wichtigen Statussymbol geworden. Gleichzeitig gehört deshalb natürlich auch die Musikkassette zu einem der ikonischsten Dinge dieser Zeit.
Bis heute werden die „Eighties“ außerdem mit keinem Gegenstand mehr in Verbindung gebracht als mit diesem kniffligen Ding: der Zauberwürfel. Das Drehpuzzle wurde derweil bereits 1974 vom ungarischen Bauingenieur und Architekten Ernő Rubik erfunden. 1980 wurde es mit dem Sonderpreis „Bestes Solitärspiel“ des Kritikerpreises „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet und erfreute sich dann vor allem Anfang der 80er großer Beliebtheit.
In den Pausenhöfen jenes Jahrzehnts war ein Spiel besonders häufig zu sehen, hauptsächlich die Mädchen liebten es: Gummitwist. Spätestens mit dem Aufkommen der Spielkonsole Game Boy im Jahr 1989 wurde das Gummiband dann aber verdrängt. Auch das Monchhichi, diese affenähnliche Puppe, hatte da bereits die besten Zeiten hinter sich.   

Foto: Shutterstock - Lëtzebuerger Journal
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Musikalische Evergreens


Besonders wenn es um die 80er-Musik geht, überschlagen sich die Erinnerungen, und sofort hat man wieder reichlich Ohrwürmer im Kopf, die nicht mehr wegzukriegen sind. Viele sind sich bis heute einig, dass dieses Jahrzehnt musikalisch nicht zu toppen ist. Das stellen die vielen 80er-Partys, die derzeit einen regelrechten Boom erleben, eindrücklich unter Beweis. Madonna machte mit Songs wie „Like a Virgin“ oder „Material Girl“ auf sich aufmerksam. „Wham!“ bescherte uns mit „Last Christmas“ einen Hit, der bis heute zu Weihnachten gehört wie die geschmückte Tanne. Prince ließ es lila regnen, Roxette schaffte mit „The Look“ und „Listen to Your Heart“ den Durchbruch, Falco rockte „Amadeus“ und rief nach „Jeanny“, Bon Jovi ließ es mit „Livin’ on a Prayer“ krachen und David Hasselhoff suchte nach der Freiheit, wenn er nicht gerade mit K.I.T.T. durch die Gegend fuhr. Auch Guns N‘ Roses bahnten sich ihren Weg in die Charts. Alphaville blieben ewig jung, Lionel Richie sagte „Hello“ , Chris De Burgh hielt Ausschau nach der „Lady in Red“, Modern Talking lösten mit ihrem „Cheri, Cheri Lady“ einen Hype aus und Nena schickte „99 Luftballons“ los.

Lëtzebuerger Journal

Kultfilme


Auch viele Filme haben bis heute Kultstatus. Dementsprechend unendlich ist die Liste. Ordentlich Action erlebten wir mit „Terminator“, „Miami Vice“, Top Gun“ oder „Rambo“. Für Lacher sorgten „Mein Partner mit der kalten Schnauze“, „Beverly Hills Cop“, „Ghostbusters“ oder die „Police Academy“. Die Kinder erfreuten sich an „Gremlins“, „Home alone“ oder „Goonies“. Tränen haben wir bei „E.T.“ vergossen. Ordentlich zur Sache ging es in „9 1/2 Weeks“ und, zumindest in einer Szene, bei „When Harry met Sally“. Und getanzt wurde, oh ja, es war das Jahrzehnt der Tanzfilme: „Dirty Dancing“, „Footloose“, „Fame“ und „Flashdance“. Und dann ging es mit Marty McFly auch noch „Zurück in die Zukunft“.