LUXEMBURG
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Welche Regeln es in offenen Gewässern zu beachten gibt

Am Sonntagnachmittag um 17.15 wurde die Polizei über einen Badeunfall auf der Ostseite des Baggerweihers in Remerschen informiert. Rettungseinheiten des „Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours“ (CGDIS) fanden sich umgehend vor Ort ein. Taucher des CGDIS wurden mit dem Polizeihubschrauber eingeflogen.

Gegen 21.20 konnten die Taucher den Mann schließlich orten und ihn nur noch leblos aus dem Wasser bergen. Der in Deutschland lebende Bulgare hatte den Nachmittag mit seinen Kollegen am Ufer des Baggerweihers verbracht. Beim Schwimmen war der 53-jährige Mann plötzlich untergetaucht. Zur Bestimmung der genauen Todesursache wurde eine Autopsie von der Staatsanwaltschaft beantragt. Es war dies der zweite Tote, der in diesem Sommer im Baggerweihergebiet zu beklagen war.

Vor dem Baden abkühlen

Es ist Sommer und bei der Hitze verspricht ein Sprung ins kühle Nass Abkühlung. Um Unfälle zu vermeiden, sollten Wasserratten, besonders beim Baden in offenen Gewässern, einige Regeln beachten. Gefährlich wird es wenn die Schwimmer bewusstlos sind, denn dann ist die Gefahr zu ertrinken besonders groß. So sollte man sich nicht mit leerem oder vollem Bauch ins Wasser begeben. Der Ratschlag der Erwachsenen an Kinder, nicht direkt nach dem Essen baden zu gehen, hat demnach also seine Berechtigung.

Auch sollte man sich vor dem Baden immer ausreichend abkühlen, dies um einen Kreislaufkollaps zu vermeiden, wie die Experten des CGDIS warnen. Von intensiven Sonnenbädern wird des Weiteren abgeraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält sich beim Baden immer da auf, wo die meisten Menschen sind und auch dann lieber nahe am Ufer bleiben. Ferner sollten Badegäste ihre Fähigkeiten nicht überschätzen. Auch Hinweisschilder im Zusammenhang mit Badeverbot sind unbedingt zu berücksichtigen.

In Lultzhausen am Obersauer-Stausee sind die ehemaligen „Froschmänner“ der „Protection Civile“ (heute Taucher des CGDIS) bis zum 15. September an den Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. „Damit die Leute uns sehen können, erkunden wir den See mit dem Schnellboot und wir greifen ein, wenn es nach einem 112-Anruf ein Problem gibt“, sagt Gruppenchef Fred Werer. Die dreißig Taucher können bei ihren Einsätzen von Rettungsschwimmern unterstützt werden. Ein großes Risiko birgt nach Meinung der Experten des CGDIS das Vorhaben, den See von einem Strand zum anderen überqueren zu wollen. Hierbei würden die meisten Schwimmer sich und ihre Fähigkeiten überschätzen.

Bemerkt man einen Schwimmer in Not, sollte man unverzüglich die Notrufnummer 112 wählen. Der Bademeister sollte ins Bild gesetzt werden. Soweit vorhanden, sollte der Person in Not ein Rettungsring zugeworfen werden. Unerfahrenen Schwimmern wird allerdings abgeraten, selbst ins Wasser zu gehen, um zu helfen. Da Ertrinkende sich an ihren Retter klammern, muss man ein erfahrener Schwimmer sein, um dies zu bewerkstelligen.

Auch sollte bei einem Notruf genau angeben werden , wo man sich befindet. Dies um zu verhindern , dass die Rettungsmannschaften lebensrettende Minuten bei der Suche nach dem Unfallort verlieren.