CLAUDE KARGER

Die Parlamentswahlen sind noch nicht mal geschlagen, da wir schon eifrig über den künftigen EU-Kommissarsposten gesprochen, den schon mal Genosse Schmit haben wollte. Nachdem JCJ anscheinend nicht mehr für seine eigene Nachfolge als EU-Regierungschef antreten möchte, hat sich erst der Grüne Claude Turmes aus der Deckung gewagt. Und nun wissen wir auch, dass Ex-Juncker-Dauphin und Finanzminister Luc Frieden, heute Banker und Medienmogul, Interesse daran hat, das Großherzogtum in der künftigen EU27 zu vertreten. „Chamber“-Abgeordneter werden mag er ja nicht mehr - „er hatte sein letztes Mandat als CSV-Oppositionsabgeordneter lustlos hingeschmissen und war lieber Banker geworden“, wie das „T“ gestern erinnerte. Nicht auszudenken, wenn die Pläne von Frau Reding, Chefdiplomatin zu werden, nicht aufgehen und sie in den Ring steigen müsste um die Spitzenkandidatur für die nächsten Europawahlen zu erkämpfen... „Wie war das doch mit dem Fell des Bären der noch nicht erlegt ist?“, fragt das „T“ zurecht. Spannend wird schon mal, dass Frieden der Vorsitz des CSV-Konvents vom 24. März anvertraut wurde, bei dem die CSV-Kandidaten nominiert werden. Laut „T“ hat Frau Reding momentan „das Problem, dass alle sie lieben, aber keiner sie in seinem Wahlbezirk haben will“. Und wenn alle Stricke reißen? „Viviane en marche!“?