Es staubt und auch der Verkehr stockt ab und an ein wenig - die nächste Phase beim Abriss der leerstehenden Gebäude des „Centre Hamilius“ läuft in vollen Zügen: Nachdem die ersten Immobilien entlang der Rue Aldringen bereits dem Erdboden gleichgemacht wurden, gehen die Arbeit nun in die sommerliche Verlängerung. Mitte Juni waren die Abrissarbeiten nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Grund für den unfreiwilligen Baustopp war der Bankrott der Firma O.R.T.P., die anfangs mit dem Abriss der Gebäude betraut war. Dann gab die Gesellschaft des Projekts Royal-Hamilius, Codic, bekannt, dass sowohl die Arbeiter als auch das Material von der Abrissfirma „Lingenheld“ übernommen wurden. Und dass die Arbeiten nun weiterlaufen können, ist einer Ausnahmeregelung zu verdanken. Denn normal sieht der „Congé collectif“, der in den Kollektivverträgen der Branchen „bâtiment et génie civil“, „installateurs sanitaires, installateurs de chauffage et de climatisation et installateurs frigoristes“ und „plafonneurs-façadiers“ festgeschrieben ist, für Bauarbeiter, Sanitär- und Heizungsinstallateure und Stuckateure einen 15-tägigen Urlaub im August vor. Ein begründeter und rechtzeitig eingereichter Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei der Kommission der „Inspection du travail et des mines“ kann diesen Kollektivurlaub aber verlegen, damit solche Großprojekte wie die Mammut-Baustelle „Centre Hamilius“ im Zeitplan bleiben.
Bagger rollen im Sommer weiter
journal.lu - 03.08.2015

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So soll es einmal aussehen, wenn es nach dem Architektenbüro „foster + partners“ geht, die die Ausschreibung gewonnen hatten Foto: foster + partners



