In der Erzbistumszeitung ist man momentan dabei, sich selbst Mut zuzusprechen, muss doch anscheinend nicht jede Koalition fürchten, „bei Wahlen in die Wüste geschickt zu werden“, wie der „Wort“- Kommentator gestern im Zusammenhang mit den Wahlen in Österreich mit einer nicht zu übersehenden Inbrünstigkeit festhielt.

Drei Wochen vor dem Wahltermin wird es aber auch für den Premierchef so langsam Zeit, mal wieder auf sich aufmerksam zu machen. In einem Interview mit „L’Echo“ wiederholte Juncker dann auch jetzt zum X’ten Male, dass sein Köterviech Platon heißt und eigentlich ein Grieche ist: „En Luxembourgeois, ‚neen‘ veut dire ‚non‘, nous explique-t-il. En grec, cela veut dire ‚oui‘. Depuis trois ans, je dis à ce chien ‚neen‘, et il fait tout le contraire de ce que je dis.“ Haha!

Selbstverständlich befragte der „L’Echo“-Journalist Juncker dann auch noch nach einem möglichen Absprung nach Europa. Die premierchefliche Antwort hätte glasklarer nicht sein können: „Les trains passent mais je ne suis plus sur le quai“ (vor Jahren hatte sein Vizepremier und seinerzeitige Auchspitzenkandidat ja mal das Bonmot vom „Eines Tages fährt der letzte Zug“ benutzt). Brüssel hat übrigens auch einen Flughafen...