LUXEMBURG
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Sicherheit: Ausbildung in Konfliktmanagement für CFL-Personal

In einer parlamentarischen Anfrage an Minister der Innerren Sicherheit François Bausch und an Innenministerin Taina Bofferding möchte der adr-Abgeordnete Fernand Kartheiser Antworten auf eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit den beiden schweren Zwischenfällen, die sich in der Nacht vom 16. auf den 17. März bei der CFL ereigneten. Einerseits, der Zwischenfall in Oetringen, wo zwei CFL-Mitarbeiter zusammengeschlagen wurden und andererseits der Zwischenfall, wo ein auf den Gleisen liegendes Metallstück einen Zug behinderte.

In der nun vorliegenden Antwort weisen die Minister Bausch und Bofferding darauf hin, das bei dem Zwischenfall vom 16. März als zwei CFL-Mitarbeiter angegriffen wurden, die Polizei um 23.44 von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt wurde. Eine Polizeistreife von Remich/Mondorf war in weniger als zehn Minuten - um 23.53 - an Ort und Stelle. Was nun den Zwischenfall vom 17. März - Metallstück auf den Gleisen - betrifft, so weisen die beiden Minister darauf hin, dass dieser der Polizei erst an gleichen Tag um 12.11 von einem CFL-Mitarbeiter gemeldet wurde, obwohl der Tatbestand bereits um 4.30 festgestellt worden sein soll.

Weiter informieren Bausch und Bofferding, dass die Polizei im Prinzip in solchen Fällen eine Täterbeschreibung veröffentliche, außer es liegen nicht ausreichend Elemente vor, die zu einer Identifizierung des oder Täter führen könnten oder wenn es sich negativ auf die Untersuchung auswirken könnte, eine Täterbeschreibung herauszugeben.

424 Kameras imvergangenen Jahr installiert

Was nun die Frage nach den Kameras in den Bahnhöfen oder entlang der Bahnstrecken anbelangt , sagen die beiden Minister: „Am Joer 2018 waren 424 Kameraen an de Garen an op den Arrêten installéiert, dat heescht 80 Prozent vun de Reesende passéieren op den Arrêten oder Garen ënner Video Iwwerwaachung“. Generell werden Kameras an den meist frequentierten Plätzen in den Bahnhöfen sowie systematisch im Umfeld von Aufzügen in den Parkhäusern errichtet, heißt es weiter. „Déi nei Arrêten oder Gare si vu vir era mat Kameraen ageriicht an een Asatzplang vun de Kameraen op den Arrêten oder Garen ass am Gaang ausgeschafft ze ginn“. Kurzfristig werden alle Bahnhöfe und Haltestellen mit Kameras ausgestattet sein, sagen die beiden Minister weiter.

Mehr externesSicherheitspersonal

Auch wollte Kartheiser wissen, welche Maßnahmen die Regierung ergreifen wolle, um die Sicherheit in den Bahnhöfen, in den Zügen sowie auf den Bahnstrecken kurzfristig zu verbessern. In diesem Zusammenhang halten Bausch und Bofferding fest, dass das CFL-Personal im direkten Kontakt mit den Kunden in Sachen Konfliktmanagement ausgebildet werde. In den vergangenen fünf Jahren absolvierten 263 Agenten, hauptsächlich Zugbegleiter, Fahrdienstleiter oder Aufsichtsbeamten, eine Ausbildung „Konflikter mat Clienten ausdroen“. Auch die Präsenz von externem Sicherheitspersonal in den Zügen und an verschiedenen Bahnhöfen - Luxemburg, Ettelbrück-Petingen, Bettemburg, Esch-Alzette, Mersch, Wasserbillig, Dommeldingen, Belval-Université und Rodange - werde verstärkt.

Was nun die Frage betrifft, wie oft die Sicherheitsbeamten in den vergangenen fünf Jahren wegen Gewalt im öffentlichen Transport eingreifen mussten, weisen Bausch und Bofferding darauf, dass die Datenbanken der Polizei es nicht erlauben, im Detail nach allen Vorfällen in Sachen Gewalt im öffentlichen Personennahverkehr zu suchen.