LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die Melusina-Plastik von Wettbewerbsgewinner Serge Ecker wird im Stadtgrund realisert

Mit einem entlang der Alzette in Luxemburg-Grund zu errichtenden Kunstwerk soll die Nixe Melusina gewürdigt werden. Dies hatte die Stadt Luxemburg bekanntlich im vergangenen Jahr anlässlich ihres 1.050. Geburtstages entschieden.

Ein diesbezüglicher Wettbewerb war am 20. Juli vergangenen Jahres ausgeschrieben worden. Unter den drei Finalisten wurde gestern das Vorhaben von Serge Ecker als Sieger ermittelt.

Bis zum 25. September wurden 28 Entwürfe eingereicht. Eine eigens eingesetzte Jury, der Vertreter des Schöffenrates, der verschiedenen implizierten Gemeindedienste der Stadt Luxemburg, des Kulturministeriums sowie verschiedene Professionelle der Bereiche Kultur und Tourismus angehörten, hat in seiner Sitzung vom 16. Oktober 2013 sechs Projekte in einer ersten Wettbewerbs-Phase zurückbehalten.

Aus diesen sechs Entwürfen hatte die Jury am vergangenen 29. Januar drei Finalisten ausgewählt, und zwar das Projekt von Serge Ecker (15 Punkte), das Vorhaben von Mai Thu Van (zehn Punkte) und das Projekt von Florence Hoffmann (fünf Punkte). Drei Wochen lang (vom 31. Januar bis zum 23. Februar) waren die Arbeiten der Finalisten im Geschichtsmuseum der Stadt Luxemburg ausgestellt.

Großes Interesse des Publikums

Während dieser Zeitspanne war das Publikum aufgerufen, sich an der Wahl des Preisträgers zu beteiligen, sei es vor Ort in der Ausstellung oder via Onlinevoting. Wie Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer gestern Vormittag bei der Vorstellung des Siegers mitteilte, wurden 5.435 Stimmen vom Publikum abgegeben, und zwar 4.599 Stimmen via Onlinevoting (84,62%) und 836 Stimmzettel in der Ausstellung (15,38%).

Die Publikums-Wahl ergab folgendes Resultat: 2.058 Stimmen (37,87% der Publikumsstimmen) für das Projekt von Florence Hoffmann (15 Punkte); 1.928 Stimmen (35,47% der Publikumsstimmen) für das Projekt von Serge Ecker (zehn Punkte) und 1.449 Stimmen (26,66% der Publikumsstimmen) für das Vorhaben von Mai Thu Van (fünf Punkte).

Spannend bis zum Schluss

Da die Stimmen der Jury und die Publikumsstimmen zu gleichen Teilen bei der Bestimmung des Preisträgers sowie des zweiten und dritten Preises zählten, ergab sich folgendes Endresultat: Der Gewinner der Wettbewerbs ist Serge Ecker, der für sein Projekt 25 Punkte (15 Punkte der Jury und zehn Punkte des Publikums) verbuchen konnte.

Mit 20 Punkten (fünf Punkte der Jury und 15 Publikumspunkte) geht der zweite Preis an das Vorhaben von Florence Hoffmann, während sich Mai Thu Van mit 15 Punkten (zehn Punkte der Jury und fünf Punkte des Publikums) den dritten Preis sichern konnte. Das Siegerprojekt von Serge Ecker wird demnach im Stadtgrund verwirklicht und kann hoffentlich noch vor Ende des Jahres eingeweiht werden, so Lydie Polfer.